06.02.2013 11:14
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AKTIE IM FOKUS 2: Gea sacken nach Zahlen ab - Experten uneins

    (Neu: Analystenkommentare von Equinet und der National-Bank.)

 

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gea-Aktien (GEA Group) sind am Mittwoch nach Zahlen deutlich abgesackt. Gegen 10.50 Uhr büßten die Titel des Maschinenbaukonzerns am MDax-Ende (MDAX) 4,58 Prozent auf 25,60 Euro ein. Der Index der mittelgroßen Werte stieg hingegen um 0,47 Prozent.

 

    Gea erreichte wie erwartet seine Wachstumsziele für 2012 und kann auch aktuell keine schwächere Nachfrage erkennen. Sowohl der Umsatz als auch der um Auswirkungen von Zukäufen und damit verbundenen Einmaleffekten bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legten zu. 2013 solle der Umsatz "moderat" zulegen und der operative Gewinn deutlich wachsen, teilte das Unternehmen weiter mit. Während es in vielen Segmenten im vergangenen Jahr starke Zuwächse gab, drückten allerdings Probleme im Geschäft mit Wärmetauschern sowie mit dem zugekauften Bereich Maschinen zur Lebensmittelverarbeitung und -verpackung (Food Solutions) auf die Stimmung.

 

GEMISCHTE ZAHLEN, ENTTÄUSCHENDE DIVIDENDE

 

    Händler sprachen von gemischten Zahlen: So habe Gea die Marktprognosen für den operativen Gewinn getoppt, während der Ausblick auf 2013 etwas mau sei. Hier hätten Analysten beim bereinigten EBITDA mehr als die avisierten rund 700 Millionen Euro erwartet. Zudem bleibe auch der Vorschlag einer unveränderten Dividende für 2012 etwas unter den Schätzungen. Ähnlich äußerte sich Equinet-Analyst Holger Schmidt, der von gemischten Resultaten mit einer insgesamt leicht negativen Tendenz sprach. Die Zahlen für das Schlussquartal sowie das Gesamtjahr lägen im Rahmen der Erwartungen bis darunter. Zudem gebe es immer noch keine Entscheidung über den möglichen Verkauf von Unternehmensteilen, und die Aktie sei insbesondere im Vergleich zum Papier des Konkurrenten Alfa Laval teuer.

 

    Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank richtete den Blick insbesondere auf die beiden Problemfelder des Unternehmens. Er monierte einen schwachen Auftragseingang der Sparte Wärmetauscher und eine abermals enttäuschende Entwicklung bei Food Solutions. Den Ausblick interpretierte er indes als solide. Commerzbank-Analyst Sebastian Growe sprach von einer starken operativen Entwicklung im Schlussquartal, die auch für einen guten Cashflow gesorgt habe, und einem guten Auftragsmix. Der Ausblick von Gea sehe er als konservativ an. Erfreulich nannte Analyst Steffen Manske von der National-Bank die vorläufigen Zahlen sowie die Unternehmensziele. Die Dividende habe allerdings etwas enttäuscht, merkte er an./gl/rum

 

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