FRANKFURT (dpa-AFX) - Die
Aktien von Bayer haben am Freitag nach positiven Studiendaten lediglich moderate Kursverluste erlitten und sich damit besser als der sehr schwache Gesamtmarkt entwickelt. Bis 11.45 Uhr sanken die Titel des Chemie- und Pharmakonzerns um 0,23 Prozent auf 41,905 Euro, während der
Dax (
DAX) 2,37 Prozent auf 5.506,05 Punkte einbüßte.
Börsianer verwiesen auf positive Daten einer Phase-III-Studie zum Wirkstoff Rivaroxaban für den Gerinnungshemmer Xarelto bei Patienten mit dem akuten Koronarsyndrom (ACS). Ein Marktteilnehmer schränkte jedoch ein, dass die ACS-Indikation vom Geschäftsvolumen her relativ klein sei.
COMMERZBANK ÜBERRASCHT VOM FRÜHEN ENDE DER STUDIE
Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank betonte zwar, dass noch keine genauen Daten vorlägen, insgesamt sei er aber überrascht vom frühzeitigen Ende dieser Studie. Er habe nicht vor dem ersten Halbjahr 2012 damit gerechnet. Wendorff geht davon aus, dass Xarelto mit Blick auf die ACS-Indikation einen weltweiten Umsatz von bis zu 600 Millionen Euro erreichen könnte. Xarelto dürfte auf diesem Anwendungsgebiet einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzprodukten haben. Wendorff blieb bei seiner Kaufempfehlung für die Bayer-Titel bei einem Kursziel von 54,00 Euro.
Auch die Deutsche Bank rät weiter zum Kauf der Titel bei einem Kursziel von 58,00 Euro. Nachdem die Phase-III-Studie mit Xarelto bei Patienten mit ACS ihren primären Wirksamkeitsendpunkt erreicht habe, stehe dem Medikament für diese Indikation ein Markt von mehr als zwei Milliarden US-Dollar offen, schrieb Analyst Tim Race. Allerdings sei noch völlig unklar, ob das Mittel für diese Anwendung Vorteile gegenüber den Konkurrenzmedikamenten Plavix von Sanofi-Aventis (Sanofi) sowie Brilinta von AstraZeneca habe./chs/la