FRANKFURT (dpa-AFX) - Die
Aktien von E.ON <EOAN.ETR> haben am Mittwoch im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) positiv auf Aussagen des Vorstandschefs Wulf Bernotat zur Geschäftsentwicklung des Versorgers reagiert. Bis 8.40 Uhr legten sie um 0,89 Prozent auf 25,44 (Xetra-Schluss: 25,22) Euro zu. Der X-DAX, der auf Basis des DAX-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex <DAX.ETR> anzeigt, zeigte sich unterdessen im Vergleich zum Xetra-Schluss am Dienstag fast unverändert.
Bernotat hatte der "Financial Times" gesagt, dass E.ONs Märkte voraussichtlich ihren Tiefpunkt im zweiten Quartal erreicht hätten. Zudem rechne er im nächsten Quartal wieder mit einer steigenden Nachfrage nach Energie. Ein Händler sagte dazu: "Das dürfte leicht positiv wirken." Die Aktie sei zudem gut unterstützt bei 25 Euro und falls diese Unterstützung nicht halte, seien 24 Euro das nächste Ziel. "Allerdings schwebt noch das Damokles-Schwert einer hohen Strafe durch die EU-Kommission in der kommenden Woche über E.ON."
Ein weiterer Händler sah dies ebenso: "Vor allem die Aussagen, dass ab dem dritten Quartal wieder mit einer anziehenden Energienachfrage gerechnet wird, dürfte leicht positive Auswirkungen haben." Auch er aber verwies auf ein "großes kurzfristiges Risiko" durch eine mögliche hohe EU-Strafe. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, dass dem Energiekonzern wegen unerlaubter Marktabsprachen eine drastische Geldbuße durch die EU drohe. Dies hätten Mitglieder der EU-Kommission Topmanagern des Konzerns bei Gesprächen in Brüssel angekündigt. Über die Höhe der Strafe wurde aber nicht berichtet./ck/gl