FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) –
Aktien des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (
European Aeronautic Defence and Space) haben am Freitag nach einem Bericht zur A350-Produktion sowohl in Paris als auch Frankfurt zu den größten Verlierern gezählt. In Paris gaben die Papiere bis 11.35 Uhr 3,84 Prozent auf 17,26 Euro nach und waren damit Schlusslicht im CAC-40-Index (
CAC 40), der zeitgleich 0,56 Prozent auf 3.455,49 Punkte verlor. Im deutschen
MDAX (
MDAX) waren die Titel mit minus 3,78 Prozent auf 17,30 Euro ebenfalls der mit Abstand größte Verlierer. Der Index mittelgroßer Werte ging unterdessen um 0,66 Prozent auf 8.026,17 Punkte zurück.
Ein Händler verwies auf einen Bericht der französischen Zeitung "Les Echos", wonach die Tochter Airbus gegenüber ihren Zulieferern eine Senkung der Produktionsziele für den Airbus A350 für die Jahre 2013 bis 2015 angekündigt habe.
Ein weiterer Börsianer verwies neben dem Bericht auf einen angeblichen Vorschlag der FDP-Bundestagsfraktion, die Anzahl der von Deutschland bestellten Menge für den Militärtransporter A400M auf 45 bis 49 Stück zu reduzieren. Mit dem Plan wolle die FDP die vom Finanzministerium geforderten Einsparungen im Verteidigungsbudget ermöglichen, hieß es. Deutschland sei mit bislang 60 von insgesamt 180 bestellten Flugzeugen der größte Abnehmer. Er halte es daher für wahrscheinlich, dass dies den Aktienkurs von EADS belasten werde, sagte der Händler. Eine ähnliche Forderung der FDP war in Medienberichten schon vor drei Wochen durchgeklungen./tih/chs