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14.02.2013 17:18

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AKTIE IM FOKUS: Heinz Ketchup springen 20% hoch - Übernahmegebot beflügelt

JPMorgan ChaseCo zu myNews hinzufügen Was ist das?


    NEW YORK (dpa-AFX) - Dank einer Übernahmeofferte sind die Aktien von H.J. Heinz (HJ Heinz) am Donnerstag in die Höhe geschossen. Zuletzt gewannen die Titel des Ketchup-Herstellers 19,87 Prozent auf 72,50 US-Dollar. Sie notierten damit exakt auf der Höhe des Gebots je Aktie, das die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffett und der Finanzinvestor 3G gemeinsam vorgelegt haben und das Heinz mit insgesamt 28 Milliarden Dollar bewertet.

 

    Die Berkshire-Titel legten um gut ein Prozent zu. Der marktbreite S&P-500-Index (S&P 500), in dem beide Unternehmen gelistet sind, zeigte sich zeitgleich prozentual unverändert. In Europa sorgte die Nachricht für gute Stimmung im Sektor: Im Stoxx Europe 600 war der Subindex für die Lebensmittel- und Getränkehersteller mit plus 0,64 Prozent weit vorn in der Branchenübersicht zu finden.

 

STARKE MARKE UND GUTER CASHFLOW

 

    "Heinz hat ein starkes, nachhaltiges Wachstumspotenzial", begründete Buffett den Zukauf. Für ihn ist es die größte Übernahme nach dem Zukauf der Frachteisenbahn Burlington Northern Railroad im Jahr 2010 für 26 Milliarden Dollar. 2011 hatte Buffett den Schiermittel-Hersteller Lubrizol für knapp 10 Milliarden Dollar übernommen und seiner Investmentholding einverleibt. Beim Heinz-Deal übernimmt Buffett jedoch eher die Rolle des Finanziers, wie er auf dem Wirtschaftssender CNBC erläuterte. Seine Berkshire Hathaway stelle 12 bis 13 Milliarden Dollar bereit, sagte er. Weitere Milliarden kommen von den Großbanken JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) und Wells Fargo (Wells FargoCo) sowie 3G Capital. Die Mitarbeiter des Finanzinvestors seien "die Leute fürs Tagesgeschäft".

 

    Ein Analyst zeigte sich überrascht davon, dass die Heinz-Titel zeitweise und vor allem vorbörslich sogar über der Offerte notiert hatten, da er einen alternativen Käufer für unwahrscheinlich hält. Interessant für Buffett sei der Ketchup-Konzern wohl wegen der starken Marke und des Free Cashflow, vermutet der Experte. Börsenhändler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner zufolge setzt Buffett mit Heinz stärker auf Konsumartikelhersteller. "Der Sektor hat es in den vergangenen Monaten eher schwer gehabt, da Eurokrise und Konjunkturängste das Konsumklima eingetrübt haben", erinnerte der Experte. Die geplante Heinz-Übernahme sieht er als "antizyklisches Investment, welches eindeutig auf eine baldige Belebung dieser Branche setzt"./gl/he

 

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