FRANKFURT (dpa-AFX) - Lufthansa <LHA.ETR> haben am Donnerstag kaum auf neue Berichte um den Stand der geplanten Übernahme der Austrian Airlines (AUA) reagiert. Die
Aktien der größten deutschen Fluggesellschaft verteuerten sich gegen 12.00 Uhr um 1,12 Prozent auf 8,865 Euro. Der
Dax <DAX.ETR> büßte gleichzeitig 1,40 Prozent auf 4.836,69 Punkte.
Nach Einschätzung eines Börsianers ist der Kurseinfluss der Meldung, dass die EU-Kommission die Transaktion genauer unter die Lupe nehmen will, gering. Das Vorhaben könnte auf einigen Strecken zu höheren Preisen und einem verringerten Flugangebot führen, so die Sorge der EU. Damit kann sich die Entscheidung noch einmal bis zu 90 Tage hinziehen. Lufthansa fordert hingegen grünes Licht bis zum 31. Juli. Dem Börsianer zufolge wird die Übernahme mit der Verzögerung "immer unwahrscheinlicher." Die von einer französischen Zeitung berichteten, deutlich rückläufigen Erlöse des Wettbewerbers Air France-KLM <PAF.PSE> <AFR.FSE> für das erste Quartal lasteten eher auf dem Lufthansa-Papier.
Die Commerzbank beließ Lufthansa auf "Add" mit dem Kursziel 11,50 Euro. Die Chancen auf eine erfolgreiche Übernahme der Austrian Airlines seien mit den genaueren Überprüfungen der EU gesunken, bestätigte auch Analyst Frank Skodzik. Langfristig dürfte eine Übernahme die Lufthansa zwar stärken, kurzfristig gebe es aber Sorgen um eine Ergebnisverwässerung, so dass bei einem Platzen der Übernahme der Aktienkurs positiv reagieren dürfte./fat/gl