27.11.2012 10:20
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AKTIEN IM FOKUS: Deutsche und Commerzbank sehr fest - Griechenland-Einigung

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Von der Erleichterung über die lang ersehnte Einigung auf weitere Griechenland-Hilfen haben am Dienstag im Dax (DAX) vor allem Bankentitel profitiert. Commerzbank-Anteile sprangen am Vormittag mit plus 3,19 Prozent auf 1,391 Euro an die Spitze, gefolgt von Papieren der Deutschen Bank (Deutsche Bank) mit einem Zuwachs von 2,52 Prozent auf 33,985 Euro. Der deutsche Leitindex legte zeitgleich um 0,66 Prozent zu. Der Euro knackte zeitweise die Marke von 1,30 US-Dollar.

 

    Die internationalen Geldgeber haben sich grundsätzlich auf die Auszahlung von neuen Hilfen an Griechenland von fast 44 Milliarden Euro verständigt. Davon sollen 34,4 Milliarden Euro noch im laufenden Jahr fließen, um eine drohende Staatspleite abzuwenden. Am Markt wurden zudem vor allem ein ebenfalls beschlossenes Maßnahmenbündel begrüßt, mit dem die Schuldenlast dauerhaft gedrückt und das Land wieder auf Kurs gebracht werden soll. EU-Währungskommissar Olli Rehn bezeichnete dies als "Meilenstein".

 

    Die Eurogruppe hofft, dass Griechenland mit den Maßnahmen bis 2016 seine Schuldenlast auf 175 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken kann - nach voraussichtlich fast 190 Prozent im Jahr 2014. Bis zum Jahr 2020 soll die Schuldenquote auf 124 Prozent reduziert werden, 2022 auf weniger als 110 Prozent.

 

ANALYST: PAKET POSITIV FÜR BANKEN

 

    Kepler-Analyst Dirk Becker erachtet das Paket als positiv für Banken. Mittelfristig geht er davon aus, dass die EU Griechenland einen Teil der Schulden erlassen wird. Dass dies jetzt noch nicht angekündigt wurde, habe sowohl taktische als auch disziplinarische Gründe. Wenn nämlich Griechenland nach Verfehlen der Reformziele einfach entlastet würde, gäbe es kaum Anreize für Portugal, Irland und andere, hart an sich zu arbeiten, so der Experte. Der Druck solle daher zunächst hoch gehalten werden.

 

    Auch Börsenbriefautor Hans Bernecker sieht die beschlossene Umschuldung ohne Schuldenschnitt als brauchbare Übergangslösung. Das "Gerangel um die Griechenmilliarden" habe einfach genervt, so der Marktexperte./ag/rum

 

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