Die Europäische Kommission hat heute Intel für schuldig befunden, seine
dominante Position am weltweiten Markt für x86-Mikroprozessoren zu
missbrauchen, und sagte, dass "Intel Millionen von Europäern geschädigt
hat, indem es gezielt über Jahre hinweg Mitbewerber vom Markt für
Computerchips ferngehalten hat. Ein solch schwerer und dauerhafter
Verstoß gegen das Kartellrecht der EU kann nicht toleriert werden.” Die
Kommission gab darüber hinaus an, dass "es Beweise dafür gibt, dass
Intel versucht hat, die mit seinen Zahlungen verbundenen Bedingungen zu
verschleiern.” Der Beschluss der Europäischen Kommission fordert Intel
dazu auf, seine Geschäftspraktiken unverzüglich zu ändern und bestraft
Intel mit der Zahlung einer Rekordsumme von 1,06 Milliarden Euro
(1,45 Milliarden USD).
"Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines
wirklich wettbewerbsfähigen Marktes”, so Dirk Meyer, Präsident und CEO
von AMD. "AMD ist dauerhaft ein führendes Unternehmen für technologische
Innovationen gewesen, und wir freuen uns darauf, die Welt, in der Intel
regiert hat, zu verlassen und eine Welt zu betreten, in der die Kunden
das Sagen haben.”
"Nach einer umfangreichen Untersuchung ist die EU zu einem Schluss
gekommen: Intel hat gegen das Gesetz verstoßen, und die Verbraucher
waren davon betroffen”, so Tom McCoy, Executive Vice President für
rechtliche Angelegenheiten von AMD. "Durch diesen Beschluss wird die
Branche von einem Ende der inflationären Preise des Intel-Monopols
profitieren, und die europäischen Verbraucher werden wieder mehr
Auswahl, mehr Wert und mehr Innovation genießen können.”
Der Beschluss der Europäischen Kommission gab insbesondere Folgendes an:
-
"Intel hat Computerherstellern unter der Bedingung, dass sie alle oder
fast alle ihrer x86-CPUs von Intel kaufen, ganz oder teilweise
versteckte Rabatte gewährt.”
-
"Intel hat von Oktober 2002 bis Dezember 2007 Zahlungen an den großen
Einzelhändler Media Saturn Holding unter der Bedingung geleistet, dass
diese in allen Ländern, in denen die Media Saturn Holding aktiv ist,
ausschließlich Intel-basierte PCs verkauft."
-
Intel "hat sich direkt in die Beziehungen zwischen Computerherstellern
und AMD eingemischt. Intel hat Computerherstellern Zahlungen zugesagt,
die nicht mit bestimmten Käufen von Intel in Verbindung standen, und
zwar unter der Bedingung, dass diese Computerhersteller die Einführung
bestimmter AMD-basierter Produkte verzögern oder absagen.”
Intel hat bisher keine Kartellorganisation davon überzeugen können, dass
seine Geschäftspraktiken rechtmäßig und verbraucherfreundlich sind.
Im Jahr 2008 hat die Korea Fair Trade Commission (KFTC) eine Geldstrafe
in Höhe von 26 Milliarden Won (etwa 25,4 Millionen USD) erhoben und
gesagt, dass der Missbrauch seiner dominanten Position durch Intel neben
Nötigung auch beinhaltete, dass Kunden Millionen von Dollar gezahlt
wurden unter der Bedingung, dass sie ausschließlich Intel-Chips
verwenden, die Einführungen von AMD-Produkten verzögern und/oder keine
neuen Produkte mit AMD-Chips entwickeln. Die KFTC befand darüber hinaus,
dass "südkoreanische Verbraucher PCs zu höheren Preisen kaufen mussten,
da inländische PC-Hersteller dazu gezwungen waren, die teureren CPUs von
Intel zu kaufen”. Zusätzlich zu einer Geldstrafe hat die KFTC Intel
aufgefordert, mit der Praxis, PC-Herstellern Zahlungen dafür anzubieten,
dass diese keine Geschäfte mit AMD machen, aufzuhören. Intel ist dabei,
diesen Beschluss anzufechten.
Im Jahr 2005 hat die Japan Fair Trade Commission (JFTC) bestimmt, dass
Intel gegen die Antimonopolgesetze des Landes verstoßen hat, indem es
bei fünf japanischen PC-Herstellern die volle oder teilweise
Exklusivität durchgesetzt hatte. Diesem Beschluss hat Intel nicht
widersprochen.
In den Vereinigten Staaten untersuchen die U.S. Federal Trade Commission
(FTC) und die Behörde des New Yorker Justizministers, ob Intel seine
monopolistische Position missbraucht. Im Jahr 2005 hat AMD beim
Bezirksgericht Delaware eine private Klage eingereicht, die im Frühjahr
2010 verhandelt werden soll.
Über AMD
Advanced Micro Devices (NYSE: AMD) ist ein innovatives
Technologieunternehmen, das sich der Zusammenarbeit mit Kunden und
Partnern verschrieben hat, um die Zukunft der Rechen- und Grafiklösungen
für den Büro-, Heim- und Spielgebrauch einzuläuten. Weitere
Informationen finden Sie unter http://www.amd.com.
Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist
die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur
besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im
Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb
Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.