02.01.2013 14:55
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ANALYSE/Barings: Professionelle Anleger setzen auf Schwellenländer-Aktien

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Professionelle Anleger in Deutschland investieren am liebsten in Aktien aus Schwellenländern und Asien. Im Barings Investmentbarometer habe knapp die Hälfte der befragten 77 Investmentexperten angegeben, Unternehmenspapiere aus den aufstrebenden Volkswirtschaften "sehr positiv" zu sehen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des britischen Investmenthauses. Die übrigen stünden einer solchen Anlage "ziemlich positiv" gegenüber. Negative Erwartungen für Schwellenländer-Aktien hatte keiner der Befragten. Sehr angetan zeigen sie sich generell von Aktien der asiatischen Länder exklusive Japan - lediglich vier Prozent äußerten hier "ziemlich negative" Erwartungen.

 

    Auch europäische Titel erfreuen sich trotz Bedenken über die Wirtschaft und die hohen Staatsschulden in der Eurozone einiger Beliebtheit: 17 Prozent sehen diese sehr positiv und über die Hälfte ziemlich positiv, aber nur 19 Prozent ziemlich negativ und sechs Prozent sehr negativ. Von Aktien aus Großbritannien, Japan und den USA sollten Anleger den Experten zufolge die Finger lassen: Hier liegen die Prozent-Anteile ziemlich bis sehr negativer Erwartungen bei 76, 74 und 43 Prozent.

 

    Auch von festverzinslichen Anlagen und Bargeld auf der hohen Kante raten die Experten ab: 79 beziehungsweise 72 Prozent sind hier negativ gestimmt. Eine Ausnahme machen sie bei Schwellenländer-Anleihen, welche von über 80 Prozent positiv gesehen werden. Für Gold sowie Rohstoffe und natürliche Ressourcen als Anlageklasse gibt es jeweils ein leichtes Übergewicht positiver Erwartungen.

 

    Als die drei größten makroökonomischen Herausforderungen der nächsten sechs Monate ermittelt das Barings Investmentbarometer die Unfähigkeit von überschuldeten Wirtschaften, ihren Schuldenstand zu reduzieren, die Schuldenkrise in der Eurozone und die Befürchtung einer erneuten Rezession. Daher raten 83 Prozent der befragten Investmentspezialisten ihren Kunden zu einer stärkeren Streuung ihres Vermögens über verschiedene Anlageklassen und jeder zweite zu einer regelmäßigeren Überprüfung des Anlageportfolios./gl/ag

 

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