LONDON (dpa-AFX) - Die australische Bank Macquarie hat ihre Kursziele für die
Aktien der Versicherungskonzerne
Allianz, Munich Re (
Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft), Hannover Rück (
Hannover Rueckversicherung), Generali (
Assicurazioni Generali) und Swiss Re (
Schweizerische Rueckversicherungs-Gesellschaft) gesenkt. Lediglich für Zurich Financial Services (ZFS) (
Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) revidierte Analyst Hadley Cohen das Kursziel in einer Branchenstudie vom Montag nach oben. Die Anlageempfehlungen für Munich Re und Generali beließ er auf "Neutral", während er die übrigen Papiere weiter mit "Outperform" bewertet.
Angesichts der seit Jahresmitte deutlich rückläufigen Renditen für Staatsanleihen der wichtigsten Länder sollten die durchschnittlichen Marktschätzungen für die Gewinne im europäischen Versicherungssektor sinken, schrieb der Experte in seiner Analyse. Entsprechend habe er seine Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) in den kommenden zwei Jahren um durchschnittlich 4 beziehungsweise 9 Prozent gesenkt.
Die Belastungen für den Market Consistent Embedded Value (MECV, eine Kenngröße für die Wertschaffung bei Versicherern) dürften sich im Lebensversicherungsgeschäft für das laufende Jahr unmittelbar und substanziell auswirken. Bei den Rückversicherern sollte dieser negative Effekt dagegen teilweise durch eine besser als erwartete Prämiendynamik zumindest im Segment Naturkatastrophen kompensiert werden. Dies dürfte zwar zu keinen großen Veränderungen bei den Gewinnen, aber zu einer verbesserten Gewinnqualität führen. Entsprechend sollten die Rückversicherer-Titel zu höheren Bewertungskennziffern gehandelt werden. Sie hätten sich zwar seit der Jahresmitte um durchschnittlich 11 Prozent besser als die Papiere der Lebensversicherer entwickelt, preisten aber das bessere Chance-Risiko-Profil noch nicht ausreichend ein. Ihre überdurchschnittliche Kursentwicklung sollte daher anhalten.
Cohens Favorit bei den großen börsennotierten Versicherungsunternehmen ist ZFS. Der Schweizer Konzern weise im Vergleich zum Vorjahr bei der Barmittelgenerierung über die verschiedenen Geschäftsfelder hinweg eine stabile Entwicklung auf, hieß es zur Begründung. Zudem ist der Experte nun zuversichtlicher als bisher, was seine Dividendenerwartungen angeht. Dies werde durch die jüngste Franken-Schwäche nach der Intervention der Schweizer Notenbank am Devisenmarkt noch unterstützt.
Gemäß der Einstufung "Outperform" gehen die Experten der von der australischen Investmentbank Macquarie übernommenen Sal. Oppenheim davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten um mindestens zehn Prozent zulegen wird. Bei "Neutral" rechnen sie mit einer Kursentwicklung zwischen plus zehn Prozent und minus zehn Prozent./gl/la
Analysierendes Institut Macquarie Research.