FRANKFURT (dpa-AFX) - Merrill Lynch hat in einer Studie vom Dienstag Veränderungen auf ihren Empfehlungslisten für den Healthcare-Sektor vorgenommen. Analyst Graham Perry setzte die
Aktien von Bayer und der britischen
AstraZeneca auf die "Most Preferred List". Ihren Platz räumen mussten Sanofi-Aventis (
Sanofi), die künftig auf der "Least Preferred List" stehen, sowie Actelion. Ebenfalls neu auf der Liste der vergleichsweise unattraktiven Werte stehen ab sofort die Papiere der Merck KGaA (
Merck).
Für Bayer sprächen die günstige Bewertung trotz Premiumwachstums, einige bevorstehende Verkaufsstarts (Xarelto, Eylea), die das Umsatzwachstum stärken sollten, sowie weitere Produktkandidaten mit gutem Risikoprofil in der Pipeline. Für die Geschäftsbereiche außerhalb des Gesundheitssegments seien die Erwartungen zuletzt bereits deutlich gesunken, was ebenfalls zuversichtlich stimme. Der Experte stuft Bayer mit "Buy" und einem Kursziel von 65 Euro ein.
Die Anteile des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA bewertet Perry indes mit "Neutral". Das schwächere Wirtschaftsumfeld könnte den Zyklus steigender Marktprognosen verzögern. Seine überdurchschnittlichen Schätzungen für das Pharmageschäft würden durch vorsichtige Prognosen für Performance Materials - und hier vor allem das Geschäft mit Flüssigkristallen (LC) - mehr als aufgewogen.
Als "Top Pick" im Sektor hob der Experte die Aktien von Fresenius (Fresenius SECo) hervor, die ebenfalls auf der "Most Preferred List" stehen. Der Gesundheitskonzern sei hervorragend positioniert, um sich unter schwierigen Bedingungen überdurchschnittlich zu entwickeln. Sein Votum lautet "Buy".
Gemäß der Einstufung "Buy" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie innerhalb der nächsten 12 Monate nach einer Bewertungsänderung einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von mindestens 10 Prozent abwerfen wird. Bei "Neutral" dürfte sich der Wert kaum ändern oder nur leicht steigen./ag/rum
Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co..