LONDON (dpa-AFX) - Morgan Stanley hat europäische
Aktien auf "Underweight" abgestuft. Das Analystenteam um Graham Secker trägt damit der unzureichenden politischen Antwort zur Stabilisierung der Aktienmärkte, der wirtschaftlichen Abschwächung und fallender Margen Rechnung, wie aus einer Studie am Montag hervorgeht. Auch die Timing-Indikatoren erschienen nur wenig konstruktiv.
Mit dem Blick auf die Politik gehen die Analysten davon aus, dass eine geldpolitische Lockerung (QE) durch die Europäische Zentralbank EZB eine entscheidend positive Wende an die Aktienmärkte bringen könnte. Die wichtigsten volkswirtschaftlichen Indikatoren signalisierten unterdessen eine Abschwächung in der Eurozone. Die zuletzt etwas verbesserten Nachrichten aus den USA dürften indes auch nicht nachhaltig sein und ins Jahr 2012 hineinreichen. Auf der Unternehmensseite erhöhe sich der Druck durch schrumpfende Margen. Zudem seien die Markt-Timing-Indikatoren nicht mehr auf "Kaufniveau", nachdem sie bereits spürbar angezogen hätten.
Mit dem Blick auf die Branchenallokation verstärken Secker und seine Kollegen die Untergewichtung der Finanzwerte, während sie bei Pharmatiteln und nicht-zyklischen Konsumwerten - den Anbietern von Stapelware - aufstockten. Bei den Einzelwerten nahmen sie AB Inbev , African Barrick Gold und Unibail-Rodamco in das Modellportfolio auf. Abgestiegen sind dafür die Aktien von Adidas (adidas), Alstom, Storebrand, Telefonica und Xstrata .
Gemäß der Einstufung "Underweight" erwartet Morgan Stanley einen unterdurchschnittlichen Gesamtertrag der Aktien im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten derselben Branche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten./fat/ck
Analysierendes Institut Morgan Stanley.