03.12.2012 12:31
Bewerten
(0)

ANALYSE: Privatanleger erwarten gleichbleibende oder fallende Kurse - DZ Bank

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Knapp 75 Prozent der Privatanleger in Deutschland rechnen einer DZ-Bank-Umfrage zufolge in den kommenden sechs Monaten mit gleichbleibenden oder fallenden Kursen am Aktienmarkt. Nur noch jeder sechste erwartet laut dem aktuellen DZ Bank-Anlegerindikator steigende Kurse. Der Wert von 16 Prozent sei der bislang niedrigste seit Start der regelmäßigen, jeweils mehr als 1.000 Privatanleger umfassenden Umfrage Anfang 2008. Noch im Vorjahr seien 40 Prozent der Anleger optimistisch gestimmt gewesen. Zur Begründung verweist die Bank auf die starke Entwicklung des deutschen Leitindex Dax (DAX). Bislang stieg er in diesem Jahr bereits über 25 Prozent und bewegt sich damit nahe seines Fünfjahreshochs.

 

    Der Umfrage zufolge blieb der Anteil der Börsenpessimisten mit 35 Prozent nahezu unverändert, während der Anteil derjenigen, die in etwa gleichbleibende Kurse erwarten deutlich auf 39 Prozent gestiegen ist. Dagegen traut sich jeder Zehnte aktuell nicht zu, eine Voraussage über die weitere Kursentwicklung zu machen.

 

    Das Interesse von Privatanlegern an Aktienanlagen stieg zugleich allerdings auf einen Höhepunkt seit November 2010, auch wenn sie sich mit Investments weiterhin zurückhielten. Jeder vierte Befragte erwäge immerhin einen Kauf von Aktien. Statt 18 Prozent, wie im Sommer, sind es nun 26 Prozent, während die Beachtung festverzinslicher Anlagen und geldmarktnaher Produkte ein Tief seit dem Umfragestart 2008 erreicht habe. Laut Peter Schirmbeck, Leiter Privatkundengeschäft der DZ Bank, ist das "eine nachvollziehbare Ausweichreaktion". Für viel Sicherheit müsse aktuell ein hoher Preis gezahlt werden, sagt er. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld könne etwa mit Tages- oder Festgeld kaum mehr der Inflationsverlust ausgeglichen werden.

 

    Tages- oder Festgeldanlagen blieben für die Mehrheit der Befragten dennoch weiterhin eine Option. Allerdings sank die Zahl derer, die ein solches Investment in Erwägung zieht, von 69 Prozent im Juni dieses Jahres auf nun 59 Prozent. Bundesschatzbriefe würden zurzeit nur noch von 17 Prozent der Anleger in ihre Überlegungen einbezogen und damit nur noch von halb so vielen wie vor gut zwei Jahren. Gold gelte dagegen weiterhin sicherer Hafen: 38 Prozent halten Goldinvestments für eine Option.

 

    Mit zehn Prozent ist laut DZ Bank der Anteil derjenigen Anleger konstant geblieben, die Zertifikate bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigten. Das Interesse an Garantiezertifikaten sank allerdings von 58 Prozent im Juni auf 45 Prozent. Zugleich aber stieg das Interesse an Discountzertifikaten.

 

    Die Daten wurden im Auftrag der DZ Bank von TNS Infratest in der Zeit vom 14. November bis 20. November 2012 im Rahmen einer telefonischen Umfrage erhoben. Befragt wurden insgesamt 1.041 anlage-affine Personen in der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren./ck/rum

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Dow Jones endet im Minus -- Alphabet mit guten Quartalszahlen - Aktie nachbörslich dennoch leichter -- Mögliches Kartell: Druck auf Autobauer steigt -- Ryanair im Fokus

Luxottica legt im ersten Halbjahr dank Europa-Geschäft zu. Ausverkauf im Autosektor. Philips nach Leuchtenabspaltung mit Gewinneinbruch. Trump bringt in Russland-Affäre Recht auf Begnadigung ins Spiel. Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin. EZB-Direktor Mersch: Notenbank-Krisenpolitik wird nicht notwendig bleiben. Deutsche Bank und JP Morgan wollen Libor-Klagen beilegen.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Bechtle AG515870
BYD Co. Ltd.A0M4W9
E.ON SEENAG99
BASFBASF11