DAX6.264-0,3%  Dow12.4360,1%  Euro1,23770,1% 
ESt502.1190,1%  Nas2.828-0,3%  Öl102,6-0,6% 
TDax751,00,0%  Nikkei8.543-1,1%  Gold1.5690,4% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neuAusblickIR-DatenAnleihen
handeln

07.01.2012 13:05

Senden

AUSBLICK 2012: Stahlbranche hofft auf Erholung - Eurokrise lähmt

ThyssenKrupp zu myNews hinzufügen Was ist das?


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Angst vor einer neuen Wirtschaftskrise lähmt die Stahlbranche. "Vielen Unternehmen steckt noch der Schock von 2008 in den Knochen", sagt Salzgitter-Sprecher (Salzgitter) Bernhard Kleinermann. Um nicht wieder unvorbereitet in einen Abschwung zu rutschen, agieren Stahlhändler und -verarbeiter extrem vorsichtig. Seit Sommer schieben sie Bestellungen auf. Das lässt die Nachfrage sinken und setzt die Preise unter Druck. Die Stahlkonzerne haben reagiert und ihre Produktion gedrosselt. Doch es gibt Hoffnung auf Besserung.

 

    Die Marktforscher vom britischen Institut MEPS rechnen Anfang 2012 wieder mit einem Anziehen der Preise. Die Experten verweisen in einer aktuellen Studie auf die derzeit extrem geringen Vorräte bei den Stahlverarbeitern. Um die bestehenden Aufträge zu bedienen, würden diese in der ersten Jahreshälfte fast zwangsläufig wieder mehr ordern müssen. Zudem dürfte sich die europaweite Drosselung des Stahlproduktion nun stabilisierend auf die Preise auswirken.

 

    Die Frage ist nur, wie nachhaltig eine solche Erholung wäre. Die MEPS-Analysten sind da angesichts der sich eintrübenden Weltkonjunktur skeptisch. In Deutschland bemüht sich die Branche hingegen weiter um Optimismus, auch wenn allein im November die Stahlproduktion um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen ist. "Die Stahlnachfrage in Deutschland wird 2012 voraussichtlich ein ähnlich hohes Niveau erreichen wie 2011", sagt der Chef der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff.

 

    Trotz der Schwäche in den vergangenen Monaten schlug sich die Branche dank der insgesamt starken Wirtschaftsentwicklung in Deutschland 2011 gut. Die Rohstahlkapazitäten in den deutschen Hütten waren zu fast 90 Prozent ausgelastet - weltweit waren es dagegen nur rund 80 Prozent. Dabei profitierten die Stahlkonzerne hierzulande vom Boom der Auto- und Maschinenbauer.

 

    Und es gibt durchaus noch Hoffnung, dass die gute Entwicklung auch 2012 nicht abbricht - sofern die Euro-Schuldenkrise endlich gelöst wird. "Unsere Kunden sind weiter gut ausgelastet", sagt Salzgitter-Sprecher Kleinermann. Es gebe bislang keine Anzeichen, dass sich das ändere. Sogar aus der Baubranche, die lange seit Jahren schwächelt, gebe es einen positiven Auftragstrend. "Es gibt keinen Grund zum Schwarzmalen."

 

    Auch ThyssenKrupp-Stahlchef (ThyssenKrupp) Edwin Eichler will bislang lediglich einen "ausgedehnten Lagerzyklus" sehen. Das heißt, dass der tatsächliche Verbrauch der Stahlverarbeiter weiter hoch ist. Sie bedienten ihn zuletzt nur eben stärker aus dem eigenen Lager, statt neue Aufträge an die Hütten zu geben. Branchenkenner rechnen daher damit, dass nach dem Jahreswechsel die Bestellungen wieder zulegen werden.

 

    Kritischer sieht der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) (KloecknerCo) die Lage. Der Duisburger MDax-Konzern (MDAX) musste seine Gewinnprognose schon streichen und rechnet für 2011 unter dem Strich nur noch mit einer "schwarzen Null". "Wir bewegen uns wie erwartet in einem zunehmend schwierigen konjunkturellen Fahrwasser", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl im November. Er stellte besonders heraus, die übliche Erholung nach der Sommerpause sei ausgeblieben.

 

    Die große Unsicherheit ist auch eine Reaktion auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Branche. Boom- und Schwächephasen dürften sich künftig in immer schnellerer Folge ablösen, sagen Experten. Das liegt auch daran, dass die Lieferverträge immer kürzer und flexibler werden. Ausgelöst wurde diese Entwicklung vor anderthalb Jahren von den Bergbaukonzernen, die die Preise in den Langfristverträgen nicht mehr auf ein Jahr festschreiben wollten, wie es jahrzehntelange Praxis war.

 

    In den vergangenen Monaten konnten die Stahlkocher von dieser Entwicklung sogar profitieren. Denn die Preise für Eisenerz gingen angesichts der Sorgen um die Weltwirtschaft deutlich zurück./enl/dct

 

    --- Von Erik Nebel, dpa-AFX ---

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
    2
  • Alle
    9
  • vom Unternehmen
    1
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
DAX schließt leicht im Minus -- Überraschender Einbruch des Chicago Einkaufsmanagerindex -- EZB will große Eurozonen-Banken unter Aufsicht stellen -- Deutsche Bank, EADS im Fokus
Talfahrt der Ölpreise gewinnt wieder an Tempo. GlaxoSmithKline steigt bei Preispoker mit den Kassen in Deutschland aus. Handelsabkommen EU-Japan rückt etwas näher. Jaguar stellt Brasilien-Pläne auf den Prüfstand. National Bank of Canada mit Gewinnsprung. US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen zu. » mehr
18:38 Uhr
XETRA-SCHLUSS/DAX kommt nicht zur Ruhe - US-Daten belasten (Dow Jones)
18:23 Uhr
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verliert im Mai mehr als 7 Prozent (dpa-afx)
18:21 Uhr
Aktien Wien Schluss: Kursgewinne nach Schlussspurt (dpa-afx)
18:07 Uhr
Börse Frankfurt Schluss: Abschläge, ThyssenKrupp deutlich schwächer (Aktiencheck)
13:32 Uhr
Börse Frankfurt am Mittag: Leichter Erholungskurs, Deutsche Bank fester (Aktiencheck)
12:14 Uhr
ThyssenKrupp Steel Europe modernisiert Standort Bochum (Aktiencheck)
11:00 Uhr
ThyssenKrupp Steel Europe modernisiert Standort Bochum (ThyssenKrupp)
08:38 Uhr
Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet (Aktiencheck)
DAX schließt leicht im Minus -- Überraschender Einbruch des Chicago Einkaufsmanagerindex -- EZB will große Eurozonen-Banken unter Aufsicht stellen -- Deutsche Bank, EADS im Fokus
Talfahrt der Ölpreise gewinnt wieder an Tempo. GlaxoSmithKline steigt bei Preispoker mit den Kassen in Deutschland aus. Handelsabkommen EU-Japan rückt etwas näher. Jaguar stellt Brasilien-Pläne auf den Prüfstand. National Bank of Canada mit Gewinnsprung. US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen zu. » mehr
18:38 Uhr
XETRA-SCHLUSS/DAX kommt nicht zur Ruhe - US-Daten belasten (Dow Jones)
18:23 Uhr
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verliert im Mai mehr als 7 Prozent (dpa-afx)
18:21 Uhr
Aktien Wien Schluss: Kursgewinne nach Schlussspurt (dpa-afx)
18:07 Uhr
Börse Frankfurt Schluss: Abschläge, ThyssenKrupp deutlich schwächer (Aktiencheck)
13:32 Uhr
Börse Frankfurt am Mittag: Leichter Erholungskurs, Deutsche Bank fester (Aktiencheck)
12:14 Uhr
ThyssenKrupp Steel Europe modernisiert Standort Bochum (Aktiencheck)
11:00 Uhr
ThyssenKrupp Steel Europe modernisiert Standort Bochum (ThyssenKrupp)
08:38 Uhr
Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet (Aktiencheck)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
DAX schließt tiefrot -- Schweiz billigt Steuerabkommen mit Deutschland -- Dow Jones und Nasdaq fallen deutlich zurück -- Spanien überdenkt Rettungsplan für Großbank Bankia -- Apple im Fokus
Updates zu Aixtron, Apple, Deutsche Börse, EADS und Metro. USA wollen hohe Strafzölle für chinesische Windkraftanlagen erheben. Euro im US-Handel weiter unter 1,24 Dollar. Exportversicherer frieren Griechenland-Neugeschäft ein. Kaum noch Hoffnung für Schlecker. Telefonica erwägt Börsengang von deutscher Tochter o2. » mehr
29.05.12
ThyssenKrupp-Chef: Wir haben genug Substanz (finanzen.net)
16.05.12
Updates zu Allianz, EADS, Infineon, Nokia und ThyssenKrupp (dpa-afx)
20.05.12
Updates zu Eon, Nokia, Nordex, SAP und Solarworld (dpa-afx)
01.05.12
ThyssenKrupp: Endlich ein Trendwechsel? (Der Aktionär)
21.05.12
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Deutsche Aktien tendieren freundlich (dpa-afx)
13.05.12
ThyssenKrupp: Halbjahreszahlen am Dienstag (finanzen.net)
15.05.12
ThyssenKrupp weiter tief in den roten Zahlen (dpa-afx)
21.05.12
Updates zu ABB, Continental, Eon, EADS, RWE und SAP (dpa-afx)
DAX schließt tiefrot -- Schweiz billigt Steuerabkommen mit Deutschland -- Dow Jones und Nasdaq fallen deutlich zurück -- Spanien überdenkt Rettungsplan für Großbank Bankia -- Apple im Fokus
Updates zu Aixtron, Apple, Deutsche Börse, EADS und Metro. USA wollen hohe Strafzölle für chinesische Windkraftanlagen erheben. Euro im US-Handel weiter unter 1,24 Dollar. Exportversicherer frieren Griechenland-Neugeschäft ein. Kaum noch Hoffnung für Schlecker. Telefonica erwägt Börsengang von deutscher Tochter o2. » mehr
29.05.12
ThyssenKrupp-Chef: Wir haben genug Substanz (finanzen.net)
16.05.12
Updates zu Allianz, EADS, Infineon, Nokia und ThyssenKrupp (dpa-afx)
20.05.12
Updates zu Eon, Nokia, Nordex, SAP und Solarworld (dpa-afx)
01.05.12
ThyssenKrupp: Endlich ein Trendwechsel? (Der Aktionär)
21.05.12
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Deutsche Aktien tendieren freundlich (dpa-afx)
13.05.12
ThyssenKrupp: Halbjahreszahlen am Dienstag (finanzen.net)
15.05.12
ThyssenKrupp weiter tief in den roten Zahlen (dpa-afx)
21.05.12
Updates zu ABB, Continental, Eon, EADS, RWE und SAP (dpa-afx)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

ThyssenKrupp AG zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
24.05.12ThyssenKrupp haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.05.12ThyssenKrupp haltenBankhaus Lampe KG
16.05.12ThyssenKrupp underperformRBC Capital Markets
16.05.12ThyssenKrupp haltenIndependent Research GmbH
15.05.12ThyssenKrupp holdSociété Générale Group S.A. (SG)
15.05.12ThyssenKrupp kaufenNational-Bank AG
02.05.12ThyssenKrupp buyNomura
25.04.12ThyssenKrupp buyCommerzbank Corp. & Markets
23.04.12ThyssenKrupp outperformCredit Suisse Group
29.03.12ThyssenKrupp buyNomura
24.05.12ThyssenKrupp haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.05.12ThyssenKrupp haltenBankhaus Lampe KG
16.05.12ThyssenKrupp haltenIndependent Research GmbH
15.05.12ThyssenKrupp holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.05.12ThyssenKrupp holdSociété Générale Group S.A. (SG)
16.05.12ThyssenKrupp underperformRBC Capital Markets
23.04.12ThyssenKrupp underperformExane-BNP Paribas SA
13.04.12ThyssenKrupp underperformBanc of America Securities-Merrill Lynch
30.03.12ThyssenKrupp underperformExane-BNP Paribas SA
27.02.12ThyssenKrupp verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für ThyssenKrupp AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

Klöckner & Co7,72
-2,29%
KlöcknerCo Jahreschart
Salzgitter34,45
-2,54%
Salzgitter Jahreschart
ThyssenKrupp AG13,40
-4,13%
ThyssenKrupp Jahreschart

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen