07.01.2013 12:45
Bewerten
 (0)

AUSBLICK/Deutscher Auftragseingang fällt, Produktion erholt

   Von Andreas Plecko

   Die deutsche Wirtschaft ist zum Ende des abgelaufenen Jahres immer mehr ins Straucheln geraten, womit für die Konjunktur der Eurozone ein wichtiger Impulsgeber auszufallen drohte. Auch im November dürfte die Lage für das verarbeitende Gewerbe Deutschlands schwierig gewesen sein. Nur aufgrund eines Erholungseffekts könnte die Produktion nach einem starken Einbruch im Vormonat wieder einen Zuwachs erzielt haben, während die Auftragseingänge weiter nachgegeben haben dürften.

   Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte prognostizieren, dass der Auftragseingang im November, der wichtigste Vorlaufindikator der Produktion, gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent gefallen ist. Für die Produktion im produzierenden Sektor wird hingegen im Mittel ein Anstieg um 1,0 Prozent erwartet. Das Bundeswirtschaftsministerium wird die Auftragsdaten am Dienstag und die Produktionsdaten am Mittwoch jeweils um 12.00 Uhr veröffentlichen.

   Die Commerzbank-Ökonomen verweisen darauf, dass sich die deutsche Produktion angesichts der mageren Auftragseingänge zwar gut gehalten habe, nun aber in den letzten drei Monaten stark gefallen sei. Trotz einer erwarteten Gegenbewegung im November habe die Industrie im vierten Quartal wohl rund drei Prozent weniger als im dritten Quartal produziert. Dies spreche für ein Minus des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal von wenigstens 0,3 Prozent im Vergleich zum dritten Vierteljahr.

   Die scharfe Schrumpfung der industriellen Ausbringung, die seit Juli zu verzeichnen ist, sei als nachholende Anpassung an schlechtere Nachfragebedingungen zu verstehen, merken die Experten der Landesbank Berlin an. Immerhin aber fielen die Antworten der Unternehmen in der ifo-Umfrage zu den Produktionsplänen jetzt aber neutraler aus, was auf bessere Daten im Verlauf des ersten Quartals hoffen lasse.

   Eine ähnliche Einschätzung vertreten die Volkswirte der Bayern/LB. Der industrielle Ausstoß signalisiere einen spürbaren Rückgang der Wirtschaftsleistung im Schlussquartal. Der Auftragseingang dürfte im November leicht nachgegeben haben, liege aber weiter auf einem recht hohem Niveau und mache Hoffnung auf eine Belebung der Produktionstätigkeit in den kommenden Monaten. Darauf deuteten auch einige Frühindikatoren wie ifo und Einkäuferindizes im Dezember hin.

   Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   January 07, 2013 06:15 ET (11:15 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 15 AM EST 01-07-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX leichter -- Dow stabil -- Infineon wohl kurz vor Übernahme eines US-Konkurrenten -- Bund will Commerzbank-Anteile bis mindestens 2016 halten -- BMW könnte sich auf Stahl besinnen -- Apple im Fokus

Heftige Kämpfe in der Ostukraine vor Treffen von Putin und Poroschenko. Steve Ballmer verlässt Microsoft. Bank of England nicht mehr geschlossen auf lockerem geldpolitischem Kurs. Iliad sucht Schulterschluss mit Tech-Riesen für Gebot für T-Mobile US. Glencore steigert Gewinn. Heineken verdient operativ deutlich mehr.
Diese Models verdienten 2014 am meisten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?

Welcher Nationaltrainer verdient am meisten?

In welchen Disziplinen ist Deutschland Weltspitze?

Wer ist die reichste erfundene Gestalt?

Wer kickt am besten?

mehr Top Rankings
Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen