07.01.2013 12:58
Bewerten
 (0)

AUSBLICK: Experten erwarten keine Änderung der Geldpolitik in Großbritannien

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die britische Notenbank dürfte bei der Zinsentscheidung am Donnerstag (10. Januar) vor dem Hintergrund der weiter lahmenden Konjunktur ihre extrem lockere Geldpolitik nicht ändern. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg unter 39 Volkswirten gehen alle befragten Experten davon aus, dass die Bank of England (BoE) das Volumen des Anleihekaufprogramms weiterhin bei 375 Milliarden Pfund belassen wird. Außerdem dürfte die Notenbank den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent halten.

 

    Allerdings zeige die extrem expansive Geldpolitik der BoE mittlerweile erste Resultate, hieß es weiter von Ökonomen. Im Schlussquartal 2012 hatte sich beispielsweise die Kreditvergabe in Großbritannien verbessert. Nach jüngsten Aussagen der Notenbank verbesserte sich die Verfügbarkeit von Bankkrediten bei Unternehmen und privaten Haushalten spürbar. Im Sommer 2012 hatte die BoE gemeinsam mit dem Finanzministerium das sogenannte "Funding for Lending" (FLS) aufgelegt, bei dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank zu besonders günstigen Konditionen refinanzieren können. Voraussetzung ist, dass die Banken ihre Kreditvergabe ausweiten.

 

    Insgesamt dürfte sich die Konjunktur in Großbritannien nach einhelliger Meinung von Volkswirten im laufenden Jahr aber weiterhin schwach zeigen. Aus diesem Grund "wird die BoE ihre Geldpolitik weiter locker lassen", hieß es in einer Einschätzung der Citigroup. Zuletzt hatte Notenbankchef Mervyn King die Tür für eine weitere Lockerung der Goldpolitik weiterhin offen gelassen. Die Citigroup geht aber davon aus, dass die BoE das Anleihekaufprogramm später auf 450 Milliarden Pfund erhöhen könnte.

 

    Mit weitreichenden Änderungen der Geldpolitik in Großbritannien rechnen die Citigroup-Experten ohnehin erst nach dem Wechsel an der Führungsspitze der Notenbank. Im Juni wird Mervyn King seinen Chefposten räumen und seinem Nachfolger Mark Carney, dem jetzigen Chef der kanadischen Notenbank, Platz machen./jkr/jsl/fbr

 

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Plus ins Wochenende -- Dow: Yellen-Effekt verpufft -- US-Wirtschaft wächst schwach -- VW will wohl Milliarden in Batteriefabrik für E-Autos investieren -- SGL, Google und Oracle im Fokus

Bank of America versucht erneut Kreditkartentochter MBNA zu verkaufen. Monsanto-Managern winkt Millionen-Regen bei Übernahme. Air France tankt nach Sprit-Protesten mehr im Ausland. EU verschärft erneut Sanktionen gegen Nordkorea. Aktionäre von DMG Mori sollen Abfindung von 37,35 Euro erhalten. Yellen: Leitzinserhöhung in den kommenden Monaten angemessen. BMW & Co.: Autobauer rufen in den USA Millionen Wagen zurück.
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?