23.03.2012 15:00
Bewerten
 (0)

AUSBLICK/Inflation in Deutschland leicht rückläufig

   FRANKFURT (Dow Jones)--Der Verbraucherpreisauftrieb in Deutschland dürfte sich im März abgeschwächt haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte rechnen damit, dass die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 2,1 Prozent gestiegen sind, nachdem die Teuerung im Februar bei 2,3 Prozent gelegen hatte.

   Wie auch aus der Entwicklung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) hervorgeht, wird im größten Land des Euroraums damit weiterhin die Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent Teuerung verfehlt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) wird die März-Daten am Mittwochnachmittag veröffentlichen. Zuvor kommen bereits Inflationsdaten aus einigen Bundesländern, beginnend mit Sachsen um 9.00 Uhr.

   Im vergangenen Monat war der seit Oktober 2011 anhaltende Trend rückläufiger Inflationsraten zunächst unterbrochen worden. Im September hatte die Verbraucherpreisteuerung mit 2,6 Prozent den höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise erreicht. Höher war die Inflation zuletzt im September 2008 mit 2,9 Prozent gewesen.

   Uwe Dürkop von der Landesbank Berlin (Prognose: 2,1 Prozent) unterstellt, dass im März nun endlich die entlastenden Basiseffekte zum Tragen kommen und die Jahresrate etwas nach unten drücken werden. "Rückblickend dürfte der Teuerungsdruck im Januar zu niedrig, im Februar hingegen etwas stark akzentuiert ausgefallen sein. Abseits der Energiekomponente bewegt sich der Preisdruck weiterhin im üblichen Rahmen", erläuterte er.

   Die DekaBank (Prognose: 2,3 Prozent) rechnet dagegen mit einer anhaltend hohen Inflation. "Die kräftigen Preisanhebungen bei Kraftstoffen und Heizöl sowie die Strompreiserhöhung zum 1. März halten die Verbraucherpreise in Deutschland weiterhin im Würgegriff", argumentierten sie. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Bank jedoch mit einer Abschwächung der Energiepreise und einem entsprechenden Rückgang der Inflationsrate auf etwa 2 Prozent.

   Die Postbank (Prognose: 2,3 Prozent) erwartet hingegen, dass sich die Inflationsrate wegen des weiter anhaltenden Aufwärtsdrucks bei den Benzinpreisen auf erhöhten Niveaus einpendeln wird.

   -Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300,

   Hans.Bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   March 23, 2012 09:30 ET (13:30 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 30 AM EDT 03-23-12

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt mit Gewinn -- Wall Street uneinheitlich -- Apple prüft Sicherheit nach Auftauchen von Promi-Nacktfotos -- Tipp24 zieht Gewinnwarnung zurück

Kabinett berät über neue Regeln für Versicherer. Metro trennt sich von Beteiligung an britischem Großhändler Booker. Permira verkauft erneut Hugo-Boss-Aktien. Frankreich rückt von Sparziel für 2015 ab. Dollar General erhöht Family Dollar-Gebot. Rosneft und ExxonMobil starten Erdöl-Projekt. USA: ISM-Einkaufsmanagerindex steigt auf den höchsten Stand seit März 2011. Deutscher Automarkt leicht im Minus. CTS Eventim-Aktie legt rund 5 Prozent zu.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Welche Billig-Airline ist die beste der Welt?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

Die Fluglinien mit den zufriedensten Passagieren

Welcher Nationaltrainer verdient am meisten?

mehr Top Rankings
Deutschland wird den Kampf der Kurden gegen die Terrormiliz des Islamischen Staates (IS) mit schweren Waffen unterstützen. Wie ist Ihre Meinung hierzu?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen