FRANKFURT (Dow Jones)--Der Verbraucherpreisauftrieb in Deutschland dürfte sich im März abgeschwächt haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte rechnen damit, dass die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 2,1 Prozent gestiegen sind, nachdem die Teuerung im Februar bei 2,3 Prozent gelegen hatte.
Wie auch aus der Entwicklung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) hervorgeht, wird im größten Land des Euroraums damit weiterhin die Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent Teuerung verfehlt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) wird die März-Daten am Mittwochnachmittag veröffentlichen. Zuvor kommen bereits Inflationsdaten aus einigen Bundesländern, beginnend mit Sachsen um 9.00 Uhr.
Im vergangenen Monat war der seit Oktober 2011 anhaltende Trend rückläufiger Inflationsraten zunächst unterbrochen worden. Im September hatte die Verbraucherpreisteuerung mit 2,6 Prozent den höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise erreicht. Höher war die Inflation zuletzt im September 2008 mit 2,9 Prozent gewesen.
Uwe Dürkop von der Landesbank Berlin (Prognose: 2,1 Prozent) unterstellt, dass im März nun endlich die entlastenden Basiseffekte zum Tragen kommen und die Jahresrate etwas nach unten drücken werden. "Rückblickend dürfte der Teuerungsdruck im Januar zu niedrig, im Februar hingegen etwas stark akzentuiert ausgefallen sein. Abseits der Energiekomponente bewegt sich der Preisdruck weiterhin im üblichen Rahmen", erläuterte er.
Die DekaBank (Prognose: 2,3 Prozent) rechnet dagegen mit einer anhaltend hohen Inflation. "Die kräftigen Preisanhebungen bei Kraftstoffen und Heizöl sowie die Strompreiserhöhung zum 1. März halten die Verbraucherpreise in Deutschland weiterhin im Würgegriff", argumentierten sie. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Bank jedoch mit einer Abschwächung der Energiepreise und einem entsprechenden Rückgang der Inflationsrate auf etwa 2 Prozent.
Die Postbank (Prognose: 2,3 Prozent) erwartet hingegen, dass sich die Inflationsrate wegen des weiter anhaltenden Aufwärtsdrucks bei den Benzinpreisen auf erhöhten Niveaus einpendeln wird.
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300,
Hans.Bentzien@dowjones.com
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March 23, 2012 09:30 ET (13:30 GMT)
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