04.01.2013 07:25
Bewerten
 (0)

AUSBLICK/Leichte Erholung am US-Arbeitsmarkt hält an

   Von Hans Bentzien

   Der leichte Aufwärtstrend am US-Arbeitsmarkt dürfte am Jahresende angehalten haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten, dass im Dezember außerhalb der Landwirtschaft 150.000 zusätzliche Stellen geschaffen geworden sind. Das wären etwas mehr als im November und Oktober, als 146.000 und 138.000 neue Jobs hinzukamen. Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 7,7 Prozent gesehen. Das Arbeitsministerium wird die Daten am Freitag um 14.30 Uhr MEZ veröffentlichen.

   Die US-Arbeitsmarktdaten erfreuen sich von jeher der Aufmerksamkeit der Finanzmärkte, denn mit dem Privatkonsum steht und fällt die US-Wirtschaft. Nachdem aber die US-Notenbank ihre Geldpolitik direkt an die Entwicklung der Arbeitslosenquote gekoppelt hat, kommt gerade der nicht besonders präzise ermittelten Arbeitslosenquote besondere Bedeutung zu.

   Im Laufe des vergangenen Jahres ist diese im Rahmen einer telefonischen Haushaltsbefragung erhobene Quote von 8,3 Prozent im Januar auf 7,7 Prozent im November gesunken. Allerdings wollen manche Beobachter einen Anstieg im Dezember nicht ausschließen. Das könnte daran liegen, dass sich die Arbeitsmarktlage im Rahmen der Haushaltsumfrage deutlich günstiger darstellte als im Rahmen einer anderen Umfrage, die bei Unternehmen erhoben wird. Zumindest längerfristig sollten beide Reigen konvergieren.

   Seit Beginn der Großen Rezession Ende 2007 ist die US-Arbeitslosenquote zunächst von 5,0 auf 10,0 Prozent gestiegen, um dann bis November 2012 wieder auf 7,7 Prozent zu fallen. Sie liegt also nach Aussagen der privaten Haushalte nur noch um 2,7 Punkte höher als vor Krisenbeginn. Nach Einschätzung der Unternehmen hat die Beschäftigtenzahl weitaus stärker gelitten. Sie lag zuletzt um knapp sechs Millionen bzw 3 Prozent unter dem Niveau von Ende 2007, während zugleich die Zahl der erwerbsfähigen Personen um 0,9 Prozent zunahm.

   Die Federal Reserve will ihre ultralockere Geldpolitik so lange beibehalten, bis die Arbeitslosenquote auf 6,6 Prozent gefallen ist - vorausgesetzt, Inflation und Inflationserwartungen laufen nicht aus dem Ruder. Ein Ende der Fed-Staatsanleihekäufe ist von dieser Seite her also nicht absehbar.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   January 04, 2013 00:55 ET (05:55 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 55 AM EST 01-04-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- Dow sehr fest -- Sägt Google mit neuem Produkt an Apples Thron? -- Ökonomen senken wegen Brexit deutsche Wachstumsprognosen -- Nike erhält weniger Bestellungen -- KUKA im Fokus

Wirecard steigt mit Zukauf in US-Markt ein. EU-27 beschließen nach Brexit "Nachdenkphase" bis September. EZB-Vizepräsident: Weitere Lockerung nur noch begrenzt möglich. Monsanto mit überraschend deutlichem Umsatz- und Gewinnrückgang. Bei adidas ist die Luft raus nach bisher starkem Jahr.
So hoch sind die Bundesländer verschuldet
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?