06.02.2013 15:30
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AUSBLICK/MAN könnte Renditeziel für 2012 knapp verpasst haben

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   Von Ilka Kopplin und Nico Schmidt

   Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Wie die gesamte Branche kämpften die Münchener vor allem mit einer schwachen Nachfrage auf dem europäischen Markt für Lkw. Behalten die Analysten recht, könnte das im MDAX gelistete Unternehmen sogar knapp am im Sommer zurückgenommenen Renditeziel vorbeigeschrammt sein.

   Wenn MAN am Freitag die Zahlen für 2012 veröffentlicht, rechnen die von Dow Jones Newswires befragten Analysten im Durchschnitt mit einer operativen Marge von 5,8 Prozent. Seit Juli wollte MAN 6 Prozent erreichen, zu Jahresbeginn war sogar ein Wert in der Größenordnung des Mittel- und Langfristziels von 8,5 Prozent angepeilt worden. Doch zu schwer waren die Verwerfungen der vergangenen Monate.

   Am drastischsten lastete die Flaute in der Nutzfahrzeugsparte in Europa auf MAN. Auf dem alten Kontinent brachen die Verkäufe im vergangenen Jahr wegen der Schuldenkrise um mehr als ein Zehntel ein. Zudem schrumpfte auch der Absatz auf wichtigen Absatzmärkten in Lateinamerika, vor allem in Brasilien. Das lag unter anderem an Subventionskürzungen der dortigen Regierung.

   Es gibt aber Hoffnung: Im Schlussquartal dürfte sich das Geschäft nach Meinung einiger Analysten im Vergleich zum Vorquartal leicht erholt haben. Der große Einbruch bei Auftragseingängen und Umsatz blieb zwischen Oktober und Dezember wohl aus, das operative Ergebnis schrumpfte nach Analystenschätzungen jedoch erneut um etwa ein Drittel.

   Bereits Konkurrent Scania hatte vor wenigen Tagen von einer wieder anziehenden Nachfrage auf dem wichtigen brasilianischen Zukunftsmarkt berichtet. Und auch Volvo-Chef Olof Persson sprach von einer zumindest graduellen Verbesserung der Marktbedingungen.

   Auch wenn es wieder leicht bergauf gehen dürfte, erwarten Analysten trotzdem, dass MAN am Freitag einen allenfalls vorsichtigen Ausblick für das laufende Jahr geben wird. Denn in Europa stehen die Zeichen auch für 2013 auf Abschwächung. Das Langfristziel einer Rendite von 8,5 Prozent wird MAN trotzdem beibehalten, schätzen die Branchenkenner von M.M. Warburg.

   Aktionäre und Investoren warten auf der Jahrespressekonferenz nicht nur mit Spannung auf die Zahlen, sondern auch auf Aussagen dazu, wie die Eingliederung unter das Dach der neuen Konzernmutter Volkswagen voran schreitet. Europas größter Autobauer besitzt mittlerweile gut 75 Prozent der Stimmrechte an MAN und hat erst kürzlich angekündigt, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit den Münchenern abschließen zu wollen. Das wäre der nächste Schritt zu einem integrierten Nutzfahrzeugkonzern mit VW und Scania. Zudem hätten die Wolfsburger so Zugriff auf die Kasse von MAN.

   Nachfolgend die von Dow Jones Newswires zusammengestellten Schätzungen von Analysten zum vierten Quartal und Gesamtjahr:

===

Auftrags- Op. Erg Erg nSt Erg/ 4Q 2012 eingang Umsatz Erg. vSt u.Dritt Aktie

MITTELWERT 3.986 4.177 264 194 122 0,85 Vorjahr 4.208 4.472 400 -301 -778 -2,29 +/- in % -5,3 -6,6 -34 -- -- --

MEDIAN 4.049 4.170 264 191 113 0,85 Maximum 4.185 4.300 301 234 169 1,14 Minimum 3.583 4.076 233 161 88 0,60 Anzahl 6 8 8 4 5 5

Auftrags- Op. Erg Erg nSt Erg/ GJ 2012 eingang Umsatz Erg. vSt u.Dritt Aktie

MITTELWERT(1) 15.838 15.759 920 378 214 1,48 Vorjahr 17.145 16.472 1.483 1.122 238 1,62 +/- in % -7,6 -4,3 -38 -66 -10 -8,9

MEDIAN(1) 15.901 15.752 920 375 205 1,48 === - alle Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro

   - Bilanzierung nach IFRS

   Quelle Vorjahreszahlen: Angaben des Unternehmens - wie berichtet.

   (1) Eigene Berechnung von Dow Jones Newswires auf Basis des Konsenses für das vierte Quartal und der bereits berichteten Neunmonatszahlen.

Kontakt zum Autor: ilka.kopplin@dowjones.com

DJG/iko/ncs/brb (END) Dow Jones Newswires

   February 06, 2013 09:00 ET (14:00 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 00 AM EST 02-06-13

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