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Dow Jones 30 Industrial

10.05.2010 15:30

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AUSBLICK/Sky Deutschland kommt im 1Q bei Kundenzuwachs kaum voran


   UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Auf den neuen Vorstandsvorsitzenden von Sky Deutschland kommt am Mittwoch eine undankbare Aufgabe zu. Brian Sullivan muss dann jene Zahlen verkünden, die noch sein Vorgänger Mark Williams zu verantworten hat. Nach Einschätzung der Analysten wird der seit April amtierende Vorstandsvorsitzende dem Markt mitteilen, dass Deutschlands größter Bezahlsender im Auftaktquartal abermals hinter seinen eigenen Zielen zurückgeblieben ist.

   "Wir sind noch immer nicht überzeugt, dass Sky bis Ende 2010 ausreichend neue Abonnenten gewinnen wird, um seine Ziele zu erreichen", schreiben die Analysten von SES Research. Denn um die angekündigten 2,8 Mio bis 3 Mio zahlenden Kunden im ersten Quartal 2011 in der Kartei zu haben, wäre in den kommenden Quartalen jeweils ein Nettozuwachs von 66.000 Abos nötig. Zuletzt gelang dem Konzern aus Unterföhring bei München im meist sehr starken Schlussquartal ein Nettozuwachs von 39.000 Abos.

   Die Analysten der UBS trauen Sky im Auftaktquartal einen Nettozuwachs von 10.000 Abos zu, die Marktbeobachter der Credit Suisse sehen für Sky überhaupt keinen Nettozuwachs. Der Zulauf von 119.000 neuen Kunden wird Ihrer Einschätzung nach von den Kündigungen der Bestandskunden völlig aufgefressen.

 

   Die zweite Stellschraube, um das für 2011 angekündigte positive Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu erreichen, ist der durchschnittliche Umsatz je Kunde (ARPU). Hier konnte Sky zuletzt auf 27,45 EUR je Kunde zulegen, für das erste Quartal 2010 hat sich der MDAX-Konzern mehr als 29,50 EUR je Kunde vorgenommen. Dazu müssen den Abonnenten teurere Programmpakete verkauft werden.

   Sullivan ist der Ansicht, der Bezahlsender habe möglicherweise "zu hart zu schnell" Kunden in die neue Preisstruktur des Senders gebracht, wie die Analysten der Credit Suisse nach einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden schreiben. Sie rechnen daher für das Startquartal mit einer Kündigungsrate von 21%, was einer leichten Verbesserung gegenüber den 21,6% des Schlussquartals entspräche. Sullivan hatte jüngst im Interview mit Dow Jones Newswires angekündigt, er wolle die Kündigungsrate (Churn) im ersten Halbjahr auf 20% drücken, in der zweiten Jahreshälfte solle sich die Rate "in Richtung 15% bewegen".

   News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, hält nach jüngsten Angaben 45,42% an Sky Deutschland.

   Nachfolgend die Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten für das erste Quartal 2010 der Sky Deutschland AG (in Mio EUR, nach IFRS).

=== Erg nSt 1. Quartal Umsatz EBITDA EBIT u.Dritten

MITTELWERT 246 -50 -69 -78 Vorjahr 233 -30 -57 -80

MEDIAN 244 -49 -69 -79 Maximum 272 -44 -68 -65 Minimum 229 -56 -69 -85 Anzahl 6 6 2 6 ===

Quelle Vorjahreszahlen: Angaben des Unternehmens - wie berichtet.

Webseite: http://info.sky.de

- Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com

DJG/mak/kla Dow Jones Newswires May 10, 2010 09:00 ET (13:00 GMT)- - 09 00 AM EDT 05-10-10

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