29.01.2013 09:00
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AUSBLICK/US-Wirtschaft gerät im vierten Quartal in die Flaute

   Von Andreas Plecko

   Die größte Volkswirtschaft der Welt dürfte im letzten Quartal des vorigen Jahres den Wind aus den Segeln verloren haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet um nur 1,0 Prozent zugenommen hat. Im Vorquartal war die Wirtschaftsleistung noch um 3,1 Prozent gewachsen. Das Bureau of Economic Analyses (BEA) wird eine erste Veröffentlichung der Daten am Mittwoch um 14.30 Uhr (MEZ) präsentieren.

   Die Volkswirte von BNP Paribas machen folgende Rechnung auf: Zwar habe es eine moderate Belebung der Konsumausgaben sowie der Investitionen in Wohnraum und Betriebsanlagen gegeben, doch wirkten das ausgeweitete Außenhandelsdefizit, die Lagerkorrektur und die sinkenden Staatsausgaben bremsend. Die Experten schätzen das BIP-Wachstum auf 1,3 Prozent. Die USA steckten weiter in einem moderaten Wachstumsumfeld, in dem sich die Erholung im Häusersektor verstärken dürfte, zugleich der Staat aber auch den Gürtel enger schnalle.

   Die Ökonomen der Landesbank Berlin rechnen damit, dass sich das US-Wachstum auf 1,5 Prozent halbiert hat. Die Staatsausgaben als bisherige Stützte seien weggebrochen. Außerdem habe die Investitionsflaute kurz vor der Fiskalklippe angehalten. Auch die Zukunft sehen die Fachleute eher in grauen Farben: Der Ausblick bleibe nach den jüngst beschlossenen Abgabenerhöhungen und wegen der noch zu vereinbarenden Sparmaßnahmen im staatlichen Sektor gedämpft.

   Auch die Experten der BHF-Bank erwarten eine deutliche Wachstumsabschwächung auf 1,5 Prozent, beurteilen die Wachstumszusammensetzung aber als "gar nicht schlecht", da die Impluse vor allem vom Konsum und von den privaten Wohnungsbauinvesttitionen kämen. Die US-Wirtschaft ist stark von den Konsumausgaben abhängig, rund 70 Prozent der Wirtschaft entfallen auf der Verwendungsseite darauf. Im Unterschied dazu liefert in Deutschland vor allem der Export die konjunkturellen Impluse.

   Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo

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   January 29, 2013 02:30 ET (07:30 GMT)

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