Hannover (ots) -
- Operatives Ergebnis von 12,6 Mio. EUR vor Einmal- und
Restrukturierungsaufwendungen
- Restrukturierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen
- Fixkostenbasis nachhaltig um 50 Mio. EUR reduziert
- Gesamtumsatzerlöse erreichen 528,7 Mio. EUR
- AWD gewinnt 173.900 Neukunden im FY 2009
- 267.800 beratene Stammkunden - ein Plus von 8,1 %
- Positiver Ausblick für 2010
- Erstes Quartal gut gestartet
(AWD Holding AG) - AWD, einer der führenden Anbieter von
Vorsorgelösungen in Europa, hat sein im Mai 2009 beschlossenes
Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm erfolgreich
abgeschlossen und den Turnaround der Gruppe nachhaltig eingeleitet:
Im Gesamtjahr 2009 erzielte AWD mit 12,6 Mio. EUR wieder ein
positives betriebliches Ergebnis vor Einmal- und
Restrukturierungsaufwendungen. Dabei gelang es AWD in der
Berichtsperiode die Fixkosten des Unternehmens nachhaltig um 50 Mio.
EUR zu reduzieren.
Ziel der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnamen ist es, AWD vom
Jahr 2010 an wieder auf einen stabilen und profitablen Wachstumspfad
zu bringen. Die eingeleiteten Maßnahmen greifen: So konnte nach
konzerneigenen Erhebungen der Trend zur Wiedergewinnung der
Profitabilität von AWD auch im ersten Quartal erfolgreich fortgesetzt
werden. "Mit harten Einschnitten haben wir die Grundlagen für
nachhaltiges Wachstum gelegt", sagt Manfred Behrens,
Vorstandsvorsitzender der AWD Gruppe. "Wir werden im Jahr 2010 das
Comeback von AWD erleben".
Im Jahr 2009 erreichte der Umsatz der AWD Gruppe 528,7 Mio. EUR.
Damit lagen die Umsatzerlöse um 104,3 Mio. EUR unter dem
vergleichbaren Vorjahreswert. Die Verunsicherung der Kunden hatte
angesichts der anhaltenden Bankenkrise zu einem fortgesetzt
liquiditätsorientierten Anlageverhalten geführt. Der Umsatzrückgang
in der Gruppe von 16,5% zum vergleichbaren Vorjahreswert ist dabei
vor allem auf den deutlichen Umsatzrückgang in den Märkten Österreich
& CEE sowie Großbritannien zurückzuführen. Beide Märkte waren im Jahr
2009 zusätzlich umfassenden Restrukturierungen unterzogen worden.
Insgesamt fielen im Jahr 2009 Einmal- und
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 53,7 Mio. EUR an. Ein
wichtiger Meilenstein des Restrukturierungsprozesses 2009 war die
Neuausrichtung des Geschäftsmodells von AWD Österreich. Auf diese
Position sowie die Zuführung von Rückstellungen für
Gewährleistungskosten bei AWD Österreich entfiel mit rd. 29 Mio. EUR
der Aufwendungen der Großteil der gesamten Einmal- und
Restrukturierungskosten. Mit rd. 8 Mio. EUR der Kosten waren die
Redimensionierung der Holding sowie weitere Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung im deutschen Markt ebenfalls von großer
Bedeutung: Mit der Standardisierung von Prozessen sowie der
Optimierung von Back Office Funktionen reduzierte AWD die Fixkosten
nachhaltig. In Deutschland gelang der AWD Gruppe, einem gerichtlichen
Urteil folgend, im Jahr 2009 erfolgreich die Umstellung ihres Claims
von "Ihr unabhängiger Finanzoptimierer" auf "Ihr persönlicher
Finanzoptimierer". Rd. 9 Mio. EUR der Einmal- und
Restrukturierungsaufwendungen wurden für diese Umstellung sowie
weitere Sondereffekte aufgewendet. Weitere Faktoren waren mit rd. 4
Mio. EUR Kompensationszahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter in
Folge von Reorganisationen sowie mit rd. 4 Mio. EUR die
Marktaustritte in Rumänien und Kroatien. Alle
Restrukturierungsmaßnahmen in der AWD Gruppe sind damit
abgeschlossen. Das berichtete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
für das Jahr 2009 lag aufgrund der hohen Sonderbelastungen bei - 41,1
Mio. EUR. Im Vorjahr hatte das EBIT 19,7 Mio. EUR erreicht.
In den Segmenten ergab sich folgendes Bild:
In der Region Deutschland, die mehr als 65% zu den Umsätzen der
AWD Gruppe beiträgt, konnte AWD die operative Umsatzentwicklung
wieder weitgehend stabilisieren. Der berichtete Umsatz in der Region
Deutschland erreichte im Berichtszeitraum 344 Mio. EUR. Das EBIT lag
bei 28,8 Mio. EUR. Als europaweit größter und bedeutendster
Finanzmarkt wurde Großbritannien besonders hart von der Bankenkrise
getroffen. Die Umsetzung der regulatorischen Erfordernisse sowie die
Verschlechterung des Konjunktur- und Branchenumfeldes waren die
Hauptgründe für die im November 2008 beschlossene Neuausrichtung von
AWD Großbritannien und die damit verbundene Veräußerung von
Geschäftseinheiten. Im Jahr 2009 wurde der Restrukturierungsprozess
bei AWD Großbritannien abgeschlossen. Die Region ist wieder
profitabel: Der Umsatz in Großbritannien lag bei 43 Mio. EUR, das
erzielte EBIT erreichte 1,2 Mio. EUR.
In der Region Österreich wurde das Geschäftsmodell umfassend neu
ausgerichtet. Dieser Prozess bedingte im Geschäftsjahr 2009 hohe
Sonderaufwendungen. Insgesamt erzielte AWD in der Region Österreich &
CEE einen Umsatz von 68,4 Mio. EUR und ein EBIT von -42,3 Mio. EUR.
Ungeachtet dieser, durch die Neuausrichtung des Geschäftsmodells
bedingten Sonderaufwendungen, gilt die Region CEE für AWD weiterhin
als Wachstumsregion. Der Dreiklang aus bisher geringer Durchdringung
mit Finanzprodukten, einer stetig wachsenden Mittelschicht sowie
eines gravierenden Demographieproblems machen die Region für
Finanzdienstleistungen attraktiv. Profitabilität ist dabei auch in
der Region CEE Maßstab für die weitere Entwicklung. Aufgrund der in
Rumänien und Kroatien zu geringen Profitabilität hat AWD konsequent
beschlossen, seine Aktivitäten in den dortigen Ländern einzustellen.
In der Schweiz erzielte AWD trotz der allgegenwärtigen Finanzkrise
einen Umsatz von 73,1 Mio. EUR und damit ein leichtes Umsatzplus. Das
EBIT lag bei 6,2 Mio. EUR und hat sich um 17 % zum vergleichbaren
Vorjahreszeitraum verbessert. Dies unterstreicht die stabile
Aufstellung der AWD Gruppe in der Region.
Einen deutlichen Umsatzanstieg erzielte die AWD Gruppe mit ihrem
Kerngeschäft, den Lebensabsicherungsprodukten. Hier steigerte AWD den
Umsatz um 9 Mio. EUR bzw. 9,8 % zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Aufgrund der Bankenkrise ist der Umsatz mit fondsgebundenen Produkten
und Investmentfonds im Berichtszeitraum gruppenweit rückläufig.
Hingegen verbesserte AWD den Umsatz in der privaten
Krankenversicherung sowie im Bereich der Sach- und
Unfallversicherungen.
Insgesamt 11.143 Handelsvertreter hatte die AWD Gruppe Ende 2009
unter Vertrag. Darunter 5.726 voll ausgebildete und registrierte
Finanzberater, 1.646 gebundene Vermittler sowie 2.902 Berater in
Ausbildung und 869 sonstige Handelsvertreter. Aufgrund der Schließung
von Rumänien und Kroatien vermindert sich die Zahl der Berater zum
Jahresanfang 2010 auf 5.342. Die Zahl der beratenen Kunden erreichte
im Berichtzeitraum 441.600 (436.380 ohne Rumänien und Kroatien). AWD
erzielte damit trotz des herausfordernden Marktumfeldes eine
Steigerung um 2,9% zum Vorjahr. Besonders bei den erneut beratenen
Stammkunden steigerten AWD-Berater die Anzahl der Termine: 267.800
Kunden wurden im Berichtszeitraum erneut beraten - eine Steigerung um
8,1%. Zudem gewannen AWD-Berater 173.900 Neukunden hinzu. Die
Neukundengewinnung lag damit trotz anhaltender Finanzmarktkrise mit
4,2% nur knapp hinter der des Vorjahres.
"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unser umfassendes
Restrukturierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen", sagt Manfred
Behrens, CEO der AWD Gruppe. "Dabei haben wir viel Teamgeist gezeigt
und das Fundament für eine gute Zukunft gelegt. Wir sind
zuversichtlich, für das Gesamtjahr 2010 im Einklang mit den Angaben
vom Investors Day ein EBIT von 40 bis 50 Mio. EUR zu erreichen.
Auch die vorläufigen Ergebnisse für das laufende Jahr stimmen
zuversichtlich: In Q1 2010 erzielte die AWD-Gruppe ein EBIT von mehr
als 9 Mio. EUR und liegt damit deutlich über Plan. AWD-CEO Manfred
Behrens: "AWD ist back on track".
Der FY-Bericht 2009 steht unter http://www.awd-gruppe.de/ir zum
Download für Sie bereit.
Originaltext: AWD Holding AG
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