25.11.2012 17:38
Bewerten
 (1)

AWO verpflichtet sich zu Einhaltung von Mindestlöhnen

    BONN (dpa-AFX) - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) geht mit gutem Beispiel voran und hat sich zum Abschluss ihres Bundeskongresses eine strenge Selbstverpflichtung auferlegt. "Die AWO muss sich sowohl als Arbeitgeberin als auch als Anbieterin sozialer Dienste an ihre Werte binden und sich daran messen lassen", erklärte Präsident Wilhelm Schmidt am Sonntag in Bonn. Die AWO verpflichtet sich zur vollständigen Tarifgebundenheit aller Beschäftigten und zur Einhaltung von Mindestlöhnen als Lohnuntergrenze. Für einen strikt reglementierten Einsatz von Leiharbeitern gilt künftig der Grundsatz: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit".

 

    Zuvor hatte die AWO eine radikale Umkehr in Rentenpolitik und Familienförderung verlangt, um Kinderarmut und Altersarmut entschiedener entgegenzuwirken. Um das Existenzminimum aller Kinder zu sichern, solle eine neue monatliche Leistung in Höhe von 536 Euro im Monat eingeführt werden. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland wächst den Angaben zufolge in Armut auf, trotz vieler familienpolitischer Leistungen.

 

    In der Rentenpolitik verlangte der Bundeskongress eine Anhebung der steuerfinanzierten Grundsicherung im Alter auf ein "auskömmliches Niveau". Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung müsse gestärkt, Minijobs sollten zurückgedrängt werden. Frauen müssten für gleiche Arbeit auch endlich gleichen Lohn bekommen. Außerdem plädierte die AWO dafür, alle Einkommensarten in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, auch Selbstständige und Beamte./wa/DP/he

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt fast 3 Prozent fester -- Dow schließt über 2 Prozent stärker -- Deutsche Bank vor Postbank-Verkauf? -- Daimler-Partner BYD verliert 50-Prozent -- United Internet, QSC im Fokus

Nike mit mehr Gewinn. Air France-KLM senkt Prognose erneut. Milliardendeal zwischen BASF und Gazprom geplatzt. Ölpreise geraten erneut unter Druck. IPO: Samsungs De-facto-Holding mit erfolgreichem Börsengang. sieht im kommenden Jahr deutliches Wachstum. Uralkali weitet Produktion aus. Zynga hofft auf Bugs Bunny & Co.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?