WIESLOCH (dpa-AFX) - Die Kosten für Abfindungen im Zuge des laufenden Stellenabbaus haben das Ergebnis des Finanzdienstleisters MLP auch im dritten Quartal massiv belastet. Der Gewinn nach Steuern verringerte sich um 76 Prozent auf 1,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Wiesloch mitteilte. Die Erlöse stiegen trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten dagegen leicht von 116 Millionen Euro auf 116,3 Millionen Euro. Steigende Nachfrage verzeichnete MLP in den ersten neun Monaten im Geschäft mit Krankversicherungen sowie Finanzierungen. Das Interesse der Kunden am Erwerb einer eigenen Immobilie sei angesichts der Euro-Schuldenkrise groß.
Der Rückgang in der Altersvorsorge sei im Vergleich zum zweiten Quartal weiter reduziert worden. "Wir haben mit dem dritten Quartal eine gute Basis gelegt und erwarten trotz des herausfordernden Umfelds ein erfolgreiches Schlussquartal", erklärte Finanzvorstand Reinhard Loose laut Mitteilung. In den ersten neun Monaten steigerte MLP seine Erlöse um 2 Prozent auf 356,5 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss verringerte sich wegen der Sonderbelastungen um 84 Prozent auf 2 Millionen Euro.
MLP hatte im April angekündigt, im Zuge seines "Effizienzprogramms" in der Wieslocher Zentrale 56 Stellen zu streichen, davon 14 in Führungspositionen. Insgesamt wird das Geschäftsjahr 2011 dadurch mit rund 30 Millionen Euro belastet. Ab 2012 soll das Sparprogramm greifen. Bis Ende 2012 rechnet MLP mit einer dauerhaften Reduzierung der jährlichen Fixkosten um mindestens 30 Millionen Euro./mar/DP/zb