Die Aktien der
Deutschen Bank haben am Freitag nach einer Verkaufsempfehlung von
Goldman Sachs deutlich schwächer notiert. Die Titel notierten in einem ohnehin negativen Marktumfeld im Tagesverlauf bei minus fünf Prozent und waren größter Verlierer im
DAX. Von den europäischen Instituten dürfte die Bank am stärksten unter den schärferen Kapitalanforderungen in den USA leiden, urteilten die Goldman-Analysten.
Um die Anforderungen zu erfüllen, müssten die Frankfurter mehr als 13 Milliarden Dollar an ihren US-Ableger überweisen. Das würde die Kapitaldecke der Deutschen Bank außerhalb der USA deutlich schmälern und könnte den Druck erhöhen, sich frisches Kapital besorgen zu müssen. Goldman stufte die Bank von Halten auf Verkaufen herab.
Unterdessen wurde bekannt, dass der Chef der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim, Wilhelm von Haller, ins Management der Konzernmutter Deutsche Bank wechselt. Der bisher bei Sal. Oppenheim für Anlagestrategie zuständige Vorstand Wolfgang Leoni werde am 1. April die Nachfolge von Haller antreten, teilte die Bank mit. Die Deutsche Bank hatte das kriselnde Traditionshaus nach der Beinahe-Pleite 2009 übernommen und von Haller als Sanierer entsandt. Sal. Oppenheim kämpfte sich seither mühsam in die schwarzen Zahlen zurück. „Die Privatbank Sal. Oppenheim wird auch künftig eine tragende Rolle im Deutsche-Bank-Konzern spielen“, hieß es.