FRANKFURT (Dow Jones)--Mit Kursaufschlägen sind die Notierungen am deutschen Aktienmarkt in den Handel am Donnerstag gestartet. Am Vormittag gewinnt der Dax 0,7% oder 47 auf 7.349 Punkte. Mit der anhaltenden Erholung reagiert der deutsche Leitindex auf die guten US-Vorgaben. Im Tageshoch notierte der Index bereits bei 7.365, hielt dieses Niveau aber nicht.
Das Umfeld für Aktien hat sich mit einer Stabilisierung des Euro und leichten Kursgewinnen bei den Rohstoffen insgesamt etwas verbessert. Allerdings streiten Bullen und Bären unter Investoren über die weitere Marschrichtung an den Aktienmärkten. Die Berichtssaison ist abgeschlossen und fällt daher als Katalysator zunächst aus.
Der Rückfall Japans in die Rezession belaste derweil nicht. Nach dem schweren Erdbeben, dem Tsunami und der Nuklearkatastrophe in Fukushima sei man auf einiges gefasst gewesen, heißt es im Handel. Auch das Protokoll der US-Notenbank setzt keinen großen Impulse. Die Notenbanker basteln an einer Ausstiegsstrategie aus den geldpolitischen Sondermaßnahmen. Eine Anhebung der Leitzinsen zeichnet sich derweil nicht ab, was positiv für die Märkte ist.
Unternehmensmeldungen sind am Berichtstag rar. Leicht positiv für Bayer stufen Marktteilnehmer die erfolgreiche Studie zum Krebsmedikament "Nexavar" ein. Nexavar werde momentan noch in verschiedenen Indikationen getestet und gilt als Hoffnungsträger des Konzerns, so ein Händler. Insgesamt werde mit einem Umsatz im Bereich von 2 Mrd EUR gerechnet. Bayer gewinnen 0,6% auf 58,30 EUR.
Sehr schwach notieren dagegen Merck KGaA mit einem Abschlag von 2,1% auf 74,69 EUR. Die Analysten von J.P. Morgan (JPM) haben die Aktie auf "Underweight" nach "Neutral" gesenkt. Die Experten warnen vor einer zunehmenden Konkurrenz für "Rebif" bei der Behandlung Multipler Sklerose, die langfristig zu substanziellen Marktanteilsverlusten führen werde. Auch "Erbitux" drohe zunehmend Konkurrenz. Fresenius und FMC ziehen dagegen um mehr als 1% an. Nach negativen Äußerungen von HSBC verzeichnen die Versorgertitel im DAX relative Schwäche.
United Internet reagieren kaum auf den Verkauf der Versatel-Beteiligung an KKR. Der Verkaufspreis liegt bei 63,2 Mio EUR. Dafür geht es für Versatel im frühen Geschäft 14,6% auf 6,78 EUR nach unten. Die Aktie war zuletzt mit Spekulationen über einen Verkauf angezogen; möglicherweise hatten die Anleger auf einen höheren Verkaufspreis gehofft, heißt es.
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Dow Jones Newswires
May 19, 2011 04:21 ET (08:21 GMT)
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