Der Software-Konzern
Microsoft wolle langfristig überhaupt kein Tablet unter eigenem Namen verkaufen, sondern nur seinem neuem Betriebssystem Windows 8 zum Durchbruch verhelfen, sagte Shih, am Mittwoch dem Technologie-Portal "DigiTimes". Sobald die Strategie aufgegangen sei, werde Microsoft keine weiteren Modelle mehr anbieten, schätzt Shih.
Microsoft hatte am Dienstag überraschend angekündigt, unter eigenem Namen ein den Tablet-Computer Surface auf den Markt zu bringen. Bislang hatte Microsoft die Herstellung von Personal Computern seinen Hardware-Partnern wie Acer, Asus, Dell, HP oder Lenovo überlassen.
Für Microsoft gebe es überhaupt keinen Grund, Hardware aus eigener Produktion zu verkaufen, erklärte der Acer-Gründer. Von solchen Verkäufen würde das Unternehmen deutlich weniger profitieren als mit der Lizenzierung seiner Software, schätzt Shih. Dagegen würden Microsoft viele Schwierigkeiten entstehen. So müsste sich das Unternehmen um die Vermarktung kümmern, um das nötige Produktions-Management, den Vertrieb und schließlich um den Service für die Kunden.
Mit dem "Surface" will Microsoft erstmals Software und Hardware aufeinander abgestimmt aus einer Hand anbieten. Bislang hat Microsoft weder einen Preis noch die genaue Verfügbarkeit der Tablets mitgeteilt. Die "DigiTimes" berichtete, das Surface-Modell mit einem
ARM-Prozessor werde "über 599 Dollar" kosten, die Variante mit einem
Intel-Chip sogar "über 799 US-Dollar". Als Auftragshersteller habe sich Microsoft das taiwanische Unternehmen Pegatron ausgesucht, das mit dem taiwanischen PC-Hersteller Asus verbunden ist./gri/DP/jha BERLIN (dpa-AFX)