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Adobe Systems Aktie [WKN: 871981 / ISIN: US00724F1012]

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19.06.2009 21:25

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Adobe bleibt für Deutschland vorsichtig (EuramS)


US-Softwarehaus kommt bislang gut durch die Krise, gibt aber noch keine Entwarnung für Deutschland

München. Die deutsche Tochter des US-Softwarekonzerns Adobe sieht trotz der zuletzt überraschend robusten Geschäftsentwicklung mit Vorsicht auf die nächsten Monate: "Ich bin für das laufende dritte Quartal unseres Geschäftsjahres noch skeptisch, aber im vierten Quartal dürfte sich das Geschäft wohl erholen", sagte der für Zentral- und Osteuropa verantwortliche Adobe-Manager Fritz Fleischmann gegenüber Euro am Sonntag laut Vorabbericht (E-Tag: 20.6.2009). Von Dezember bis Ende Mai ist das Unternehmen laut Fleischmann trotz der Talfahrt der deutschen Wirtschaft noch relativ glimpflich davon gekommen: "Währungsbereinigt ist der Umsatz in Deutschland insgesamt um drei Prozent zurückgegangen", sagte der gebürtige Österreicher. In der Schweiz habe es währungsbereinigt sogar ein Umsatzplus von zehn Prozent gegeben. Demgegenüber habe sich das Geschäft in Russland und der Türkei zuletzt praktisch halbiert. Beide Länder gehörten in den vergangenen Jahren zu den wichtigsten Wachstumsregionen des Konzerns. Zur Begründung für diese Entwicklung auf den deutschsprachigen Märkten verwies Fleischmann auf das Flaggschiffprodukt Creative Suite (CS) 4: "Die Produktivitätsverbesserungen sind gerade in diesen Zeiten für viele Unternehmen ein wichtiges Kaufargument." Die bei Verlagen und Werbeagenturen weit verbreitete Lösung ist seit Dezember auch in Europa verfügbar und umfasst Software zur Gestaltung von Zeitungen oder Büchern (InDesign), Webseiten (Dreamweaver) oder die bekannte Bildbearbeitung Photoshop. Im Vorjahr steuerte die Sparte Creativ-Lösungen rund 60 Prozent zum Konzern-Umsatz von 3,58 Milliarden Dollar bei. Doch bestreitet auch Fleischmann nicht, dass man ursprünglich mit einem deutlich besseren CS4-Geschäft gerechnet hatte. "Ohne die Wirtschaftskrise hätten wir wohl ähnlich wie beim Start der vergangenen Versionen der Creative Suite ein sehr sattes Plus gehabt", sagte Fleischmann der Wirtschaftszeitung. Laut Adobe liegt der Konzern bei der Einführung der CS4 derzeit rund 20 Prozent hinter dem vergleichbaren Zeitpunkt zur Markteinführung der CS3 zurück. Allerdings ist die Situation bei der Markteinführung der Vorgängerversion wegen der erstmaligen Integration der Produkte des 2005 erworbenen Wettbewerbers Macromedia nur bedingt mit dem Start der CS4 vergleichbar. Das kalifornische Softwarehaus leidet derzeit unter der weltweiten Talfahrt. Im abgelaufenen zweiten Quartal ging der Umsatz um gut ein Fünftel auf 704 Millionen Dollar zurück, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Ergebnis brach um 41 Prozent auf 126 Millionen Dollar ein. Zwar sei das Geschäft in Asien und Europa weiter schwierig, doch gebe es auf dem US-Markt Anzeichen für eine Stabilisierung, hieß es.

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