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21.09.2012 12:37

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ÄRGER MIT APPLE-KARTEN

Lange Schlangen zum Start des iPhone 5 - Auch Apple-Gründer steht an

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Das iPhone 5 ist da und die Fans drängen sich vor den Läden. Nicht nur in Australien und Tokio - auch in Deutschland standen hunderte Interessenten vor den Apple-Stores.

Auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak wartete in einer Schlange in Australien, wie er über den Kurzmitteilungsdienst Twitter berichtete. Das neue iPhone 5 kommt am Freitag in den USA und insgesamt acht weiteren Ländern in den Handel.

   Ein Wermutstropfen für den erfolgsverwöhnten Konzern ist allerdings die massive Nutzerkritik an seinem ersten eigenen Kartendienst, die in der neuen Version des Betriebssystems iOS 6 für iPhone und iPad die bisherigen Google-Karten ersetzt. Die Apple-Karten sind ärmer an Details und zum Teil auch fehlerhaft. Nutzer dokumentierten die Fehler seit Mittwochabend in Blogs wie "The Amazing iOS 6 Maps". Darunter waren gewellte 3D-Ansichten, falsch platzierte Ortschaften, Bahnstationen oder Restaurants sowie Fehler in Städtenamen.

    Apple versprach Verbesserungen und bat die Kunden um Geduld. Das Unternehmen arbeite permanent an Korrekturen, und "je mehr Menschen den Dienst nutzen, desto besser wird er", sagte eine Sprecherin dem US-Blog "All Things D".

 <   Die Kritik an den Karten bremste jedoch nicht die Begeisterung der Fans für das iPhone 5. Auch die anfängliche Experten-Kritik, das neue Apple-Telefon bringe zu wenig Neues und lasse einige Funktionen von Konkurrenzgeräten wie das Galaxy S3 von Samsung (Samsung Electronics) vermissen, hielt sie nicht ab. Allerdings hatte das iPhone in ersten Testberichten auch viel Lob für die Qualität des Displays, sein edles Gehäuse aus Aluminium und Glas und zahlreiche Detailverbesserungen eingeheimst.

 Analysten trauen Apple zu, im ersten Rutsch bis zu zehn Millionen Geräte zu verkaufen. Vor einer Woche gingen in den ersten 24 Stunden mehr als zwei Millionen Vorbestellungen ein. Das waren mehr als doppelt so viele wie für den bisherigen Rekordhalter und direkten Vorgänger iPhone 4S. In den USA war das erste Kontingent schon nach einer Stunde erschöpft.

     Derzeit liegt die Lieferfrist bei 3-4 Wochen - für viele ein Grund mehr, ihr Glück in einem Laden am Freitag zu versuchen. In den Schlangen standen aber auch etliche Menschen, die den Rummel um das iPhone nutzten, um auf Transparenten oder auf ihren T-Shirts für eigene Projekte oder Produkte zu werden. Vom iPhone 4S wurden am ersten Wochenende rund vier Millionen Geräte verkauft. Ein mutmaßlicher Mitarbeiter des US-Postdienstes FedEx stellte ins Internet ein Bild von einem Sortierband mit hunderten iPhone-Kartons.

   In Deutschland öffnete zum Start des iPhone 5 auch ein neuer Apple Store in Sindelfingen. Schon um 1.00 Uhr in der Nacht hätten bereits mehrere Dutzend Menschen vor dem Laden ausgeharrt, erklärte einer der Anwesenden. Es ist das zehnte eigene Geschäft von Apple in Deutschland. In Paris scheiterte eine Gewerkschaft mit dem Versuch, den iPhone-Start mit einem Streik zu bremsen: Die großen Stores am Louvre-Museum und an der Opéra Garnier öffneten wie geplant.

   Das iPhone ist inzwischen zum wichtigsten Produkt des wertvollsten Unternehmens der Welt geworden - deswegen wird die Stimmung der Kunden immer sehr aufmerksam beobachtet. Eine Woche später bringt Apple das iPhone 5 in 22 weiteren Ländern auf den Markt. Der Apple-Aktie bescherte das große Interesse am neuen iPhone neue Rekordstände und sie knackte erstmals die Marke von 700 US-Dollar.

 Apple hat sein Telefon mit der neuen Generation leichter, dünner und schneller gemacht und ihm erstmals einen etwas längeren Bildschirm verpasst. Das iPhone 5 unterstützt auch den superschnellen LTE-Datenfunk - in Europa allerdings nur im Frequenzband 1800 MHz, das in Deutschland ausschließlich von der Deutschen Telekom genutzt wird.

   Das neue Apple-Betriebssystem iOS 6 kommt nicht nur beim iPhone 5 zum Einsatz, sondern kann auch kostenlos auf die meisten älteren iPhone- und iPad-Modelle aufgespielt werden. Deshalb geht die Kritik an den Apple-Karten über das neue iPhone hinaus. Da sich Millionen Nutzer das Update herunterluden, verzeichnete der Netzdienstleister Akamai einen um 50 bis 75 Prozent höheren Datenverkehr weltweit als sonst. So konnten sich auch viele erstaunt über den Fehltritt des sonst so auf Benutzerfreundlichkeit bedachten Konzerns zeigten.

    Apple sei bewusst, dass die Karten ein großes Projekt seien, bei dem man erst am Anfang stehe, erklärte Sprecherin Trudy Muller. "Wir sind für alle Hinweise der Nutzer dankbar." Apple arbeite hart daran, die Karten "noch besser" zu machen. Apple hatte an dem Kartendienst mehrere Jahre gearbeitet und auch einige Spezial-Anbieter gekauft. Sie liefern unter anderem 3D-Ansichten von Städten in den neuen Karten. Eine Kooperation mit dem Navi-Spezialisten TomTom soll zudem für die Wegbeschreibungen sorgen.

    Seit dem Start des iPhone vor über fünf Jahren waren die Google-Karten fest installiert. Der Internet-Konzern hat seinen Kartendienst immer weiter verfeinert. Eine neue Karten-App direkt von Google gibt es zwar nicht, die Karten sind aber über die Web-Adresse maps.google.com weiter über den Browser nutzbar - ebenso wie das konkurrierende Angebot von Nokia (m.maps.nokia.com).

    SYDNEY/BERLIN (dpa-AFX)

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Kommentare zu diesem Artikel

andyxy schrieb:
21.09.2012 14:37:46

Ich wollte sagen, der Milliardär Steve Wozniak steht in der Schlange.

andyxy schrieb:
21.09.2012 14:36:00

Steve Wozniak wartet in der Schlange auf ein iPhone!

Alles nur Werbung. Er will die Verkaufszahlen dadurch ankurbeln.

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