11.04.2013 15:45
Bewerten
 (0)

Aigner dämpft Hoffnungen der Milchbauern auf höhere Preise

    BERCHTESGADEN (dpa-AFX) - Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hat Hoffnungen der deutschen Milchbauern auf höhere Marktpreise gedämpft. "Ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann", sagte Aigner am Donnerstag bei einer Demonstration des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter in Berchtesgaden. Sie wolle sich aber weiterhin für die Belange der Milchbauern einsetzen, bekräftigte die Ministerin ebenso wie ihr bayerischer Kollege Helmut Brunner (CSU).

    Einige hundert Landwirte nutzten die Agrarministerkonferenz des Bundes und der Länder zu der Kundgebung, es gab Pfiffe und Buhrufe. Die Minister diskutieren über die Agrarreform der Europäischen Union, die bis Juni unter Dach und Fach sein soll. Am Freitag soll EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos zu der Runde stoßen. 30 Prozent der Direktzahlungen an die Bauern sollen künftig an Umweltauflagen geknüpft werden.

    Viele Bauern waren mit ihren Traktoren zum Tagungshotel auf den Obersalzberg gefahren. Auf einem ihrer Transparente stand an die Adresse Aigners gerichtet: "Das Ostallgäu grüßt Bayerns Ilse, jeder kennt se, keiner will se". Der Vorsitzende des Milchviehhalter-Verbandes, Romuald Schaber, bekräftigte die Forderung nach einem höheren Milchpreis für die Bauern. Mit durchschnittlich 33 Cent je Kilo liege er um etwa 15 Cent unter dem, was zur Kostendeckung notwendig sei. Zum Abschluss der Agrarministerkonferenz wollen am Freitag Landwirte aus ganz Bayern mit ihren Traktoren zum Tagungsort kommen.

    Am ersten Tag des Ministertreffens wurden noch keine Beschlüsse aus der Runde bekannt. Dies soll erst auf der Abschluss-Pressekonferenz am Freitagmittag geschehen.

    Die Grünen-Agrarminister aus vier Bundesländern kritisierten bereits vor Beginn des Treffens, Agrarpolitik der Bundesregierung sei auf Industrialisierung und Export ausgerichtet. "Ministerin Aigner muss sich an dem messen lassen, was in Berlin beschlossen wird", sagte die rheinland-pfälzische Ressortchefin Ulrike Höfken. Aigner vertrete nicht die Interessen des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft.

    Der Deutsche Bauernverband (DBV) forderte bei den Umweltauflagen im Zuge der EU-Agrarreform mehr Flexibilität. "Vor allem geht es darum, den Auftrag des Rates der Staats- und Regierungschefs, alle Flächen in der Produktion zu belassen, effektiv umzusetzen", appellierte DBV-Präsident Joachim Rukwied in einem Schreiben an die Agrarminister./pwo/DP/stb

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht stabil ins Wochenende -- US-Börsen treten auf der Stelle -- Kraft Heinz an Unilever-Übernahme interessiert -- Chinesen steigen bei Deutscher Bank ein -- STADA, Allianz im Fokus

Lufthansa-Chef Spohr erteilt Beteiligung von Etihad Absage. Opel bekommt angeblich nach Verkauf an Peugeot Galgenfrist. Volkswagen-Kernmarke VW startet wegen Subventionskürzung in China mit Minus. Südzucker-Tochter AGRANA schließt Barkapitalerhöhung ab. De-facto-Chef von Samsung wegen Korruption verhaftet.
Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am schlechtesten ab?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So haben sich Apple, SAP, Zalando und Co. entwickelt
Jetzt durchklicken
Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Wer verzeichnet den höchsten Umsatz?
Jetzt durchklicken
In diesen Ländern ist die Korruption besonders hoch
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Seit diesem Wochenende gelten in Deutschland neue gesetzliche Regelungen zum Fracking. Wie stehen Sie zu der umstrittenen Fördermethode?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Allianz840400
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BMW AG519000
adidas AGA1EWWW
TeslaA1CX3T
Banco Santander Central Hispano S.A. (BSCH)858872
CommerzbankCBK100
BHP Billiton Ltd.850524