17.01.2013 11:17
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Airbus reicht trotz Auslieferungsrekord nicht an Boeing heran

   Von David Pearson

   TOULOUSE--Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann sich vor Aufträgen nicht retten und hat 2012 rund 10 Prozent mehr Flugzeuge an die Kunden übergeben als 2011. Für die Spitzenposition bei Aufträgen und auch Auslieferungen reichte es aber nicht. Diese belegte im abgelaufenen Jahr der US-Wettbewerber Boeing. Die EADS-Tochter Airbus will nun vor allem die Fertigung vorantreiben statt neuen Aufträgen hinterherzujagen.

   Der Flugzeugbauer aus Toulouse ist für die kommenden acht Jahre ausgelastet. Er muss in den nächsten Jahren 4.682 Maschinen fertigen. Gemessen am Listenpreis hat der Auftragsbestand einen Wert von rund 638 Milliarden US-Dollar. 2013 dürften die Aufträge weiter steigen und die Auslieferungen erneut übertreffen, sagte CEO Fabrice Bregier auf der Jahrespressekonferenz. Vertriebschef John Leahy plant für dieses Jahr mit 700 Aufträgen.

   2012 hat Airbus insgesamt 914 Order erhalten und damit das eigene Ziel von 650 Aufträgen deutlich übertroffen. Für das Großraumflugzeug A380 gingen nur 9 Bestellungen ein, eigentlich wollte Airbus für diese Maschinen 30 neue Kunden gewinnen. Nach Berücksichtigung der Stornierungen verblieben netto 833 Order im Wert von 95,8 Milliarden Dollar. Im Jahr zuvor hatte vor allem der Run der Billig-Airlines auf die spritsparende A320neo Airbus noch Aufträge für insgesamt 1.608 Maschinen beschert.

   Mit 588 Maschinen lieferte Airbus 2012 so viele Flugzeuge aus wie nie zuvor. Der Vorjahreswert wurde um ein Zehntel übertroffen. Der US-Wettbewerber Boeing hatte mit 601 Maschinen hier die Nase vorn. Bei den Nettoaufträgen belegen die Amerikaner mit 1.203 Stück zum ersten Mal in einer Dekade ebenfalls die Spitzenposition.

   Airbus-CEO Bregier setzt nun auf eine reibungslose Fertigung. Angewiesen ist das Unternehmen dabei auch auf die kontinuierliche Belieferung durch die Zulieferer. Denn auch die Teilehersteller kommen kaum damit nach, die gestiegene Nachfrage sowohl von Airbus als auch von Boeing zu decken.

   Airbus schaue nun nicht mehr einseitig auf Erfolg bei den Bestellungen. "Wir wollen Profitabilität", sagte der Manager. Die Marktbedingungen seien weiterhin positiv, daher sei Airbus zuversichtlich, in diesem Jahr 700 Flugzeuge verkaufen zu können. Aber auch wenn nur 400 Order hereinkämen, würde dies keinen Unterschied für die Zukunft von Airbus machen, ergänzte er mit Blick auf den hohen Auftragsbestand.

   Vom Verkaufsschlager, der A320-Familie, kann Airbus derzeit 42 Stück pro Monat fertigen. In den kommenden Jahren könnte die Montage auf 46 Stück ausgeweitet werden. Die EADS-Tochter will die Modelle künftig auch in Mobile im US-Bundesstaat Alabama fertigen. Derzeit werden sie in Toulouse, in Hamburg und im chinesischen Tienjin gebaut. Die A320-Familie brachte es 2012 auf 739 Aufträge, davon entfielen 478 auf die mit moderneren Triebwerken ausgestatteten neo-Maschinen.

   Nicht ganz so rund wie erwartet verlief es hingegen bei der A380. Für das Großraumflugzeug mit zwei durchgängigen Passagierdecks fanden sich 2012 nur neun Abnehmer statt der geplanten 30. Leahy begründete die Zurückhaltung mit den Sorgen über die schwächeren Konjunkturaussichten. Dennoch rechnet er mit 25 Aufträgen in diesem Jahr, so viele Maschinen sollen auch gefertigt werden. Im vergangenen Jahr verließen noch 30 Maschinen die Werkshallen. Airbus hatte bei dem Modell zuletzt mit Produktionsproblemen zu kämpfen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/bam/mgo

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   January 17, 2013 04:46 ET (09:46 GMT)

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21.04.2017Airbus SE (ehemals EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
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