DAX6.264-0,3%  Dow12.4200,0%  Euro1,2365-0,0% 
ESt502.1190,1%  Nas2.821-0,6%  Öl102,0-1,3% 
TDax751,00,0%  Nikkei8.543-1,1%  Gold1.5630,0% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neu IR-DatenAnleihen
handeln

30.09.2008 13:02

Senden

Aktie im Fokus: Dexia

Dexia zu myNews hinzufügen Was ist das?


Erneute Rettungsaktion: Regierungen pumpen Milliarden in Dexia

Die Hiobsbotschaften aus der europäischen Bankenbranche reißen nicht ab. Am Dienstag hat es den belgischen Geldkonzern Dexia erwischt, dem Regierungen mit einer milliardenschweren Kapitalspritze unter die Arme greifen müssen. Es ist bereits der zweite Rettungsanker, den die Benelux-Staaten nach dem Beinahe-Zusammenbruch von Fortis in dieser Woche auswerfen. Auch die deutsche Commerzbank wurde heute von Anlegern kritisch beäugt.

Die belgische Dexia-Bank steht offenbar kurz vor der Pleite. Wie am Morgen bekannt wurde, haben sich die Regierungen von Belgien, Frankreich und Luxemburg darauf verständigt, das Eigenkapital des angeschlagenen Institutes aufzustocken. Insgesamt 6,4 Milliarden Euro pumpen die Staaten dabei den Angaben zufolge in das Unternehmen.

Allein auf das Land Belgien und die belgischen Dexia-Anteilseigner entfallen demnach drei Milliarden Euro, während sich die französische Regierung mit einer Milliarde Euro und der staatliche französische Anteilseigner Caisse des Depots (CDC), der rund zehn Prozent der Dexia-Aktien hält, mit zwei Milliarden Euro beteiligen. Weitere 376 Millionen Euro stellt die Regierung in Luxemburg zur Verfügung.

Damit reagierten die Benelux-Staaten auf am Vortag aufgekommene Spekulationen um einen deutlichen Liquiditätsengpass bei Dexia, der das Unternehmen zu einer Kapitalerhöhung zwingen könnte. Auslöser der Probleme waren dabei offenbar Verluste bei der auf Anleihenversicherungen spezialisierten US-Filiale FSA, die sich durch ihr Engagement auf dem US-Hypothekenmarkt in Bedrängnis gebracht hatte.
Zudem brachten Nachrichten über die am Vortag in letzter Minute verhinderte Pleite des deutschen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) Dexia weiter unter Druck. Die Belgier sind der weltweit größte Finanzierer von Immobilienkrediten für Kommunen und zudem Hauptkonkurrent der irischen Depfa-Bank, die ihrerseits für Verluste bei der Konzermutter HRE gesorgt und den Fast-Kollaps verursacht hatte.

Erst am Vortag hatten die Regierungen aus Belgien, der Niederlande sowie Luxemburg eine milliardenschwere Kapitalspritze für den angeschlagenen Finanzkonzern Fortis zur Verfügung gestellt. Insgesamt pumpten die Länder 11,2 Milliarden Euro in das Unternehmen, um die Kapitalbasis von Fortis nachhaltig zu sichern. Belgien übernahm im Gegenzug 49 Prozent der Fortis-Anteile. Im Anschluss hatte der Finanzdienstleister den Verkauf seiner erst kürzlich übernommenen Anteile an der niederländischen Bankgesellschaft ABN AMRO angekündigt. Dieser soll weiteres Geld in die leeren Konzernkassen spülen.

Dass die Benelux-Staaten am heutigen Tag erneut eingegriffen haben, um den Kollaps eines Finanzinstitutes zu verhindern, zeigt, dass das Vertrauen der Anleger in die Märkte dringend wieder hergestellt werden muss. Entsprechend positiv reagierten die Marktteilnehmer auch auf die milliardenschwere Geldspritze. Die Aktie von Dexia, die am Morgen zunächst vom Handel ausgesetzt worden war, konnte nach Wiederaufnahme des Handels deutliche Zugewinne verbuchen.

Unterdessen setzte sich der Abwärtstrend bei anderen Finanztiteln am Dienstag weiter fort. Insbesondere bei der im Dax notierten Commerzbank AG waren auch am zweiten Handelstag der Woche erneut rote Vorzeichen auszumachen. Dabei konzentriert sich die Hauptsorge der Anleger auf die Eurohypo. Befürchtungen, dass eine Refinanzierung der Immobilientochter auf der Kippe stehen könnte, beherrschen bereits seit gestern die Märkte. Die Commerzbank hatte daher nach dem Kurseinbruch vom Montag ihre solide Finanzposition beteuert: "Unser Refinanzierungsbedarf für 2008 ist bereits gedeckt", so ein Konzernsprecher. Man refinanziere sich im wesentlichen Teil über Einlagen, die eine stabile Refinanzierungsquelle bildeten. Die Refinanzierung aller Konzerngesellschaften einschließlich der Immobilientochter Eurohypo sei zentralisiert und "langfristig gesichert". Die Marktteilnehmer waren von den Beteuerungen jedoch nicht überzeugt und trennten sich erneut von Commerzbank-Titeln.

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Dexia S.A. zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
12:33 UhrDexia sellING
02.05.12Dexia sellING
10.04.12Dexia sellING
26.03.12Dexia sellING
27.02.12Dexia sellSociété Générale Group S.A. (SG)
15.07.08Dexia buySociété Générale Group S.A. (SG)
19.11.07Dexia buySociété Générale Group (SG)
04.10.07Dexia buySociété Générale Group (SG)
11.09.07Dexia buySociété Générale Group (SG)
31.08.07Dexia buySociété Générale Group (SG)
04.10.11Dexia neutralUBS AG
03.08.11Dexia holdING
13.07.11Dexia neutralUBS AG
27.06.11Dexia holdING
16.06.11Dexia holdING
12:33 UhrDexia sellING
02.05.12Dexia sellING
10.04.12Dexia sellING
26.03.12Dexia sellING
27.02.12Dexia sellSociété Générale Group S.A. (SG)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Dexia S.A. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

Dexia S.A.0,17
0,61%
Dexia Jahreschart

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen