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12.01.2009 09:09

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Aktien Europa Ausblick: Etwas schwächer - Negative US-Vorgaben - UBS im Blick


        PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Negative Vorgaben aus den USA dürften am Montag die Börsen in Europa belasten. Der Future auf den Eurostoxx 50  deutet auf einen um 0,76 Prozent tieferen Start des Eurozonen-Leitindex hin. Marktbewegende Konjunkturdaten stehen indes nicht auf der Agenda. Am Abend eröffnet dann traditionell Alcoa   die US-Berichtssaison.

    Der Dow Jones Industrial  schloss am Freitag nach einem schwachen Arbeitsmarktbericht schwach, und der Future auf den US-Leitindex stand am Morgen um 1,15 Prozent unter seinem Niveau zum europäischen Börsenschluss von Ende letzter Woche. Aus Japan fehlten die Impulse – die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

    Finanzwerte sollten auch zu Beginn dieser Woche im Auge behalten werden. So muss die schweizerische Bank UBS   einem Bericht der "Sonntagszeitung" (SoZ) zufolge für 2008 einen Verlust von über 20 Milliarden Franken ausweisen. Das wäre dann der größte je registrierte Verlust eines Schweizer Unternehmens. Zudem rechnet das Bankhaus laut der schweizerischen Zeitung "Sonntag" im Steuerstreit mit den US-Behörden mit einer Geldbuße von rund zwei Milliarden Schweizer Franken (1,33 Milliarden Euro).

    Die britische Bank Lloyds TSB   wird indes wegen verbotener Finanzgeschäfte mit dem Iran und dem Sudan 350 Millionen US-Dollar Strafe in den USA zahlen. Lloyds habe zugegeben, bei Finanztransaktionen in die USA die Identität der iranischen und sudanesischen Kunden verschleiert zu haben, berichtete der zuständige Bezirksstaatsanwalt in New York, Robert Morgenthau.

    Der Einstieg des Staates bei der Commerzbank  soll zudem nach einem Pressebericht nicht zu Lasten des bisherigen Großaktionärs Generali gehen. Der Stimmanteil des italienischen Versicherers werde auch künftig bei acht Prozent liegen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ/Montagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise.

    Mit Beginn der Berichtssaison in den USA rücken derweil auch in Europa wieder Unternehmensdaten in den Blick, sagten Händler. Der niederländische Hersteller von Kopiergeräten und Druckern OCE   zum Beispiel musste einen Rückgang beim Reingewinn verbuchen. Die kontinuierliche Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes habe den Zeitplan zur Erreichung der finanziellen Ziele beeinträchtigt, teilte das Unternehmen mit.

    Titel von Iberia   könnten in Madrid für Gesprächsstoff sorgen. Die spanische Regierung teilte am Sonntag mit, sie werde Untersuchungen gegen die Fluggesellschaft einleiten. Hintergrund sei die Behandlung von Passagieren, die dieses Wochenende am Madrider Flughafen Barajas unter Verspätungen und Flugausfällen gelitten hätten. Eiseskälte und Schneefall hatten zu erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf geführt. Der irische Billigflieger Ryanair    will laut einem Bericht des "Cochemer Wochenspiegels" sechs von derzeit elf am Hunsrück-Flughafen Frankfurt-Hahn stationierten Flugzeugen abziehen. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft wollte am Samstag die Informationen nicht kommentieren, sondern verwies auf eine Pressekonferenz am kommenden Dienstag in Frankfurt.

    Der italienische Autobauer Fiat   wird schließlich seine Investitionspläne in Serbien einem Medienbericht zufolge wegen der Branchenkrise auf Eis legen. "Fiat Serbien wird bessere Zeiten abwarten" und den erst im letzten September besiegelten Bau neuer Produktionsanlagen in der serbischen Stadt Kragujevac verschieben, berichtete die Zeitung "Blic" am Samstag in Belgrad. /FX/RX/la/gl

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