PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen werden am Dienstag leichter erwartet. Der Future auf den
Eurostoxx 50 (
EuroSTOXX 50) verlor seit dem Vortagesschluss des europäischen Leitindex 0,27 Prozent. Der
FTSE 100 wurde eine halbe Stunde vor Börsenstart 0,04 Prozent tiefer taxiert.
Nach dem verlängerten Wochenende in den USA dürfte der Handel nun erst richtig in Gang kommen, sagte ein Börsianer. Im frühen Geschäft drücke allerdings die negative Vorgabe aus Japan etwas auf die Stimmung - der Nikkei-225-Index (Nikkei 225) fiel um 0,83 Prozent. Unterdessen belebt sich die Nachrichtenlage deutlich, wie Händler sagten. Zum einen werden frische Konjunkturdaten wie der ZEW-Index aus Deutschland erwartet. Zum anderen rücken Unternehmenszahlen vor allem auch der Citigroup am Nachmittag aus den USA in den Blick. Nach US-Börsenschluss kommen IBM (International Business Machines) . Vor diesen Daten könnten sich Investoren eher zurückhalten, hieß es.
Aber auch in Europa warten zahlreiche Unternehmen mit Aussagen zu ihren Geschäftsverlauf in den vergangenen Monaten in den Fokus: Am Morgen hat der französische Industriekonzern Alstom bereits von einer Erholung beim Auftragseingang im dritten Geschäftsquartal berichtet. Trotz der leichten Erholung bleibt Alstom aber vorsichtig. "Der Zeitpunkt künftiger Aufträge bleibt unsicher", sagte Vorstandschef Patrick Kron. Bei Lang & Schwarz (L&S) sackten die Aktien im vorbörslichen Handel um 0,35 Prozent auf 53,50 (Schluss: 54,09) Euro ab. In der Schweiz hat sich Lindt & Sprüngli (Chocoladefabriken LindtSpruengli) zum Umsatz 2009 geäußert, der ersten Börsianerstimmen zufolge etwas unter den Analystenerwartungen gelegen habe. In Österreich hat der Flughafen Wien Jahreszahlen und Verkehrszahlen vorgelegt.
Auch in Großbritannien stehen einige Unternehmen mit einem Zwischenbericht über die Geschäfte in ihrem dritten Quartal im Blick. Mit Burberry (Burberry Group) und SABMiller informieren zwei "Footsie"-Unternehmen ihre Investoren. Hinzu kommt das Trading-Update von Carphone Warehouse (Check Point Software Technologies). Londoner Börsianer sehen aber vor allem Cadbury (Cadbury Schweppes) im Fokus. Der US-Nahrungsmittelriese Kraft (Kraft Foods) steht bei der Übernahme des britischen Süßwarenherstellers kurz vor dem Ziel. Nach einem monatelangen Ringen sind sich beide Seiten laut mehrerer Medienberichte in letzter Sekunde grundsätzlich einig geworden. Demnach stockt Kraft seine Offerte um mehr als eine Milliarde Pfund auf rund 11,5 Milliarden Pfund (13,1 Mrd Euro) auf./fat/rum