PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Dienstag leicht von ihren sehr kräftigen Vortagesverlusten erholt. Am Montag hatten der
Eurostoxx 50 (
EuroSTOXX 50) wegen Sorgen um die politische Entwicklung in Spanien und Italien mehr als drei Prozent eingebüßt. Im frühen Handel nun machte der Leitindex der Eurozone einen kleinen Teil dieser Verluste wieder wett und legte um 0,44 Prozent auf 2.636,80 Punkte zu. Für den Cac 40 (
CAC 40) ging es um 0,47 Prozent auf 3.676,93 Punkte nach oben. Der Londoner
FTSE 100 gewann 0,29 Prozent auf 6.264,76 Punkte. Mit dem Wochenstart war die Krisenstimmung in Europa zurückgekehrt, was auch den Euro inzwischen mehr als zwei Cent kostete. Korruptionsvorwürfe in Spanien und Sorgen wegen der anstehenden Wahl in Italien waren die Auslöser.
Bevor im Handelsverlauf Einkaufsmanager-Daten und der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor bekanntgegeben werden stehen einige Unternehmensbilanzen im Fokus. Vor allem KPN (Koninklijke KPN) zog die Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktie des niederländischen Telekomkonzerns brach um knapp 20 Prozent ein. Der Konzern rutschte im vierten Quartal in die roten Zahlen und will sich nun mit Hilfe einer Kapitalerhöhung vier Milliarden Euro besorgen.
Die UBS-Aktien (UBS) legten nach einem sehr schwachen Start im Swiss-Market-Index (SMI) (SMI) um 0,26 Prozent zu. Die Schweizer Großbank hat trotz eines Milliardenverlusts im vergangenen Jahr genügend Geld, um eigene Anleihen für bis zu fünf Milliarden Franken zurückzukaufen. Givaudan hingegen legten nach Zahlen an der SMI-Spitze um knapp vier Prozent zu. In London gewannen BP nach Zahlen 1,27 Prozent und ARM Holdings (ARM) sogar knapp sechs Prozent./ck/rum