PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Freitag weiter zugelegt. Der
Eurostoxx 50 Index (
EuroSTOXX 50) gewann am Mittag 0,15 Prozent auf 2.585,58 Punkte. Damit steht der Eurozonen-Leitindex gut ein Prozent höher als zum Vorwochenschluss und legt im Vergleich zu Ende des Vormonats rund dreieinviertel Prozent zu. In Paris rückte der Leitindex Cac 40 (
CAC 40) auf Tagessicht bisher um 0,24 Prozent auf 3.577,51 Punkte vor, der Londoner FTSE 100 Index (
FTSE 100) legte 0,20 Prozent auf 5.882,00 Punkte zu.
Die positiven Vorgaben aus Fernost und den USA stützten die Börsen weiterhin, sagte Analyst Gregor Kuhn vom Broker IG. Im Mittelpunkt des Interesses stünden aber die zwischen Demokraten und Republikanern mühsam gestaltenden Verhandlungen um den US-Haushalt. Die Nachrichten um die zum Jahresende drohende Fiskalklippe prägen das Kursgeschehen. Gemischte Signale kommen nach Einschätzung Kuhns von der Konjunkturebene. Einer steigenden Industrieproduktion Japans stünden in Deutschland überraschend deutlich zurückgehende Einzelhandelsumsätze im Oktober gegenüber. Als potentieller Impulsgeber wartet schließlich am späten Nachmittag der Chicago-Einkaufsmanager -Index für den Monat November auf die Börsianer.
Auf der Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage laut Händlern sehr dünn und entsprechend zeigten vor allem Analystenstudien Wirkung auf Einzeltitel. So legte der Branchenindex Stoxx Europe 600 Personal & Houshold Goods als zweitbester Sektor in Europa 0,78 Prozent zu. Die Papiere von LVMH (PMC-Sierra) zogen den Index mit hoch. Der mit plus 2,93 Prozent auf 137,10 Euro beste Wert im EuroStoxx 50 wurde von Goldman hochgestuft. Schneider Electric (Pacific Sunwear of California) verteuerten sich um 2,44 Prozent. Bester Sektor in Europa waren aber die Automobilwerte mit einem Aufschlag von 1,06 Prozent im Stoxx Europe 600 Autos & Parts .
Gemieden wurden dagegen Medienwerte mit einem Abschlag von 0,42 Prozent im europäischen Branchenindex , der unter einer geplanten Finanzierungsmaßnahme von Vivendi litt. Die Aktie der Franzosen verlor in Paris 2,22 Prozent und stand damit auch am EuroStoxx Ende. Auch die Telekomwerte im Stoxx Europe 600 Telecoms hinkten mit minus 0,41 Prozent dem Markt hinterher./fat/rum