PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Mittwoch vor der Zinsentscheidung in den USA keine klare Richtung eingeschlagen. Der
Eurostoxx 50 (
EuroSTOXX 50) trat am Mittag prozentual unverändert bei 2.625,15 Punkten auf der Stelle. Im frühen Geschäft hatte der Leitindex der Eurozone noch ein neues 16-Monatshoch markiert. Der Pariser Leitindex Cac 40 (
CAC 40) verlor dagegen am Mittag 0,14 Prozent auf 3.641,01 Punkte, während der FTSE 100 Index (
FTSE 100) in London 0,20 Prozent auf 5.936,86 Punkte verlor.
Die Hoffnung auf weitere expansive Maßnahmen der US-Notenbank halte die Stimmung hoch, sagte Stratege Stan Shamu vom Broker IG. Am Abend dürfte die Fed nach Meinung der meisten Analysten die geldpolitischen Scheunentore wieder öffnen, hieß es auch bei der Commerzbank. Mit Blick auf die drohende Fiskalklippe in den USA und andere Makrothemen scheinen die Investoren nach Ansicht von Shamu ebenfalls einen positiven Ausgang einzupreisen. Nach dem jüngsten Anstieg werde die Luft aber laut einigen Börsianern nunmehr etwas dünner und es seien jederzeit einsetzende Gewinnmitnahmen zu befürchten.
Zu den Favoriten zählten die Rohstoffwerte mit einem Plus von 0,52 Prozent beim Branchenindex Stoxx 600 Basic Ressources . Zu den besten Einzelwerten zählte nach einer Hochstufung von Barclays die Anglo-American-Aktie (Anglo American), die um 1,77 Prozent auf 1.865,50 Pence stieg und damit auch den Stoxx Europe 50 anführte. Die Anteile am Stahlkonzern ArcelorMittal kletterten um 0,88 Prozent nach oben.
Schwächster Sektor war dagegen die Nahrungsmittelbranche, die gemessen am europäischen Branchenindex Stoxx Food & Beverage im Durchschnitt 0,39 Prozent einbüßte. Größter Verlierer in dem Branchenindex waren Barry Callebaut mit einem Abschlag von 2,66 Prozent auf 916,00 Schweizer Franken. Der Schokoladenhersteller hat in Singapur die Kakaosparte von Petra Foods gekauft. Börsianer nannten den Preis hoch./fat/rum