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04.02.2013 13:04

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Aktien Europa: Schwächer - Unsicherheit wegen Spanien und Italien

Banco Santander Central Hispano zu myNews hinzufügen Was ist das?


    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Montag ihre zunächst leichten Verluste im weiteren Verlauf ausgeweitet. Die wieder gestiegene politische Unsicherheit in den Euro-Ländern Spanien und Italien veranlasse so manchen Investor, nach dem starken Start in das neue Jahr, Gewinne mitzunehmen. Bis zur Mittagszeit verlor der Leitindex Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) 0,83 Prozent auf 2.687,69 Punkte. Der spanische IBEX-35-Index büßte 1,44 Prozent ein und der FTSE MIB sank um 1,76 Prozent. Für den Cac 40 (CAC 40) ging es um 0,78 Prozent auf 3.744,01 Punkte abwärts. Der Londoner FTSE 100 verlor 0,63 Prozent auf 6.307,03 Punkte.

 

Die am Montag deutlich gestiegenen Risikoaufschläge für spanische und italienische Staatsanleihen beunruhigten die Märkte, sagten Händler. Zu den verunsichernden Faktoren zählt etwa, dass in Italien der skandalumwitterte ehemalige Premier Silvio Berlusconi in Umfragen vor der Parlamentswahl deutlich aufholt. In Spanien stieg die Arbeitslosigkeit auf einen neuen Rekordwert.

 

    Der europäische Bankensektor gab als viertschwächster im Stoxx Europe 600 um 0,70 Prozent nach. Im Auswahlindex der Eurozone büßten Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) als Schlusslicht 4,45 Prozent ein und litten vor allem unter einer Abstufung der UBS auf "Neutral". Intesa SanPaolo (Intesa Sanpaolo) verloren 3,02 Prozent und Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) 2,24 Prozent. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" wird die europäische Finanztransaktionssteuer mehr Finanzprodukte treffen als ursprünglich vorgesehen. Zudem solle die Flucht vor der Steuer verhindert werden, schreibt die Zeitung und zitiert dabei aus einem neuen Gesetzentwurf der EU-Kommission.

 

    In der Schweiz verbilligten sich die Titel von Julius Bär nach der Vorlage der Jahresbilanz um 3,38 Prozent und waren damit Schlusslicht im Swiss-Market-Index (SMI) (SMI). Die Zahlen hätten insgesamt wenig überrascht, kostenseitig gab es laut Analysten jedoch Enttäuschungen.

 

    Nach einem Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2012 wies der Uhrenkonzern Swatch auch neue Bestmarken bei den Ergebnissen aus. Die Dividende soll nun erhöht werden. Für 2013 zeigt sich Swatch grundsätzlich zuversichtlich. Die Aktie sprang an die SMI-Spitze und gewann dort 3,00 Prozent hinzu.

 

    In London gaben Anglo American 0,15 Prozent nach. Glencore International fielen um 1,38 Prozent. Nach der Übernahme von Xstrata gibt es Gerüchte, dass Ivan Glasenberg, der Vorstandschef des Bergbau- und Rohstoffkonzerns den Bergbaukonzern Anglo American als Übernahmeziel ins Visier nehmen könnte./ck/rum

 

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