PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Mittwoch nachgegeben. Nachdem der
Eurostoxx 50 (
EuroSTOXX 50) tags zuvor sein mehr als dreiprozentiges Minus vom Wochenbeginn teils wieder wettgemacht hatte, fehlten laut Händlern nun die Impulse für Anschlusskäufe. Bis zur Mittagszeit gab der Leitindex der Eurozone daher um 0,78 Prozent auf 2.630,48 Punkte nach. Für den Cac 40 (
CAC 40) ging es um 0,64 Prozent auf 3.671,16 Punkte abwärts. Der Londoner
FTSE 100 dagegen gewann 0,31 Prozent auf 6.302,34 Punkte.
ArcelorMittal legten an der EuroStoxx-Spitze um 1,81 Prozent zu. Die schwache globale Wirtschaft hat den weltgrößten Stahlkonzern zum Jahresende zwar tief in die roten Zahlen gerissen, dennoch fiel das operative Ergebnis besser aus als gedacht. Gut am Markt kam zudem der leichte Optimismus des Konzerns für 2013 an. Die Aktien von Vinci büßten am Index-Ende 3,20 Prozent ein. Der französische Baukonzern hatte am Vorabend Zahlen vorgelegt und laut Händlern vor allem bei der Profitabilität und dem Ausblick auf 2013 enttäuscht.
Volvo (Volvo AB (B)) profitierten in Schweden von besser als erwarteten Auftragseingängen und einer angehobenen Prognose für den brasilianischen Nutzfahrzeugmarkt 2013. Insgesamt aber meldete der LKW-Hersteller einen kräftigen Gewinneinbruch. Die Papiere gewannen dennoch 5,16 Prozent und auch die Scania-Aktien wurden davon mitgezogen und stiegen um 3,34 Prozent.
Vestas Wind Systems (Vestas Wind Systems) sprangen nach besser als erwartet ausgefallenen Umsatzzahlen um 5,36 Prozent hoch. Die Höhe der Verluste allerdings überraschte negativ und zudem senkte der Windturbinenhersteller den Ausblick für 2013. Syngenta büßten nach gemischten Zahlen und einem laut Händlern enttäuschenden freien Cashflow in der Schweiz als Schlusslicht im Swiss-Market-Index (SMI) (SMI) 1,54 Prozent ein.
In London waren die Aktien der Investmentgesellschaft Hargreaves Landsdown nach einem überraschend starken Halbjahresgewinn Favorit im FTSE 100 und legten um 7,28 Prozent zu. Leicht negativ reagierten die Aktien des britischen Kabelnetzbetreibers Virgin Media an diesem Tag auf das nun vorgelegte Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Liberty Global. Der US-Konzern bietet 16 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien. Inklusive Schulden wird Virgin Media mit 23,3 Milliarden Dollar bewertet. Die Virgin-Media-Titel, die bereits am Dienstag um mehr als 17 Prozent hochgesprungen waren, fielen nun 0,48 Prozent.
Der britische Billigflieger Easyjet (easyJet) legte Verkehrszahlen für Januar vor und meldete steigende Passagierzahlen und eine verbesserte Auslastung der Maschinen. Die Anteilsscheine gewannen daraufhin 3,22 Prozent hinzu./ck/rum