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08.06.2012 12:36

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Aktien Europa: Verluste - Spanien-Gerüchte stützen lokale Banken

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    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach ihrem jüngsten mehrtägigen Aufwärtskurs haben Europas Börsen am Freitag wieder Verluste verbucht. Gestützt durch Gerüchte, wonach Spanien möglicherweise bei der EU um Hilfe bitten wird, konnte sich der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) bis zum Mittag immerhin erholen. Nach einem Tagestief bei 2.110 Punkten stand der europäische Leitindex zuletzt noch mit 0,27 Prozent im Minus bei 2.137,20 Punkten. In Paris rutschte der Cac 40 (CAC 40) um 0,75 Prozent auf 3.047,99 Punkte ab. In London gab der FTSE 100 um 0,65 Prozent auf 5.412,46 Zähler nach.

 

    Die noch zur Wochenmitte eher euphorische Stimmung ist inzwischen an den Handelsplätzen wieder verflogen. Es hat sich gezeigt, dass die Hoffnung vieler Anleger auf ein weltweites Eingreifen der Zentralbanken offenbar verfrüht war. Vor allem Sorgenkind Spanien aber machte nach dem feiertagsbedingt eher ruhigen Vortag nun am Freitag wieder von sich reden. Am Markt machten Spekulationen die Runde, wonach das Krisenland schon bald unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen könnte.

 

    Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf ein Mitglied der deutschen Bundesregierung, Spanien könnte noch an diesem Wochenende nur um Unterstützung für seine angeschlagenen Banken bitten. Einen weiteren Schlag hatte dem EU-Land und damit auch den Märkten zuletzt die Ratingagentur Fitch versetzt, die am Donnerstagabend die Kreditwürdigkeit Spaniens um drei Stufen herabsenkte. Hierdurch belastet gerieten die Banken- und Finanzwerte im europäischen Leitindex unter Druck.

 

    Größte Verlierer innerhalb des breitgefächerten Stoxx 600 waren Rohstofftitel und Autowerte "SXAP.DJX>. Der Subindex der Banken und Finanzwerte SX7P.DJX> innerhalb des breitgefächerten Stoxx 600 rutschte um gut ein Prozent. Werte wie Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)), Intesa SanPaolo (Intesa Sanpaolo), Axa (Synaxon) und Societe Generale (Société Générale) verbuchten Abschläge von ein bis knapp drei Prozent./ Die Hoffnung auf eine Rettung für die spanischen Banken stützte hingegen zuletzt deren Aktien im Eurostoxx. Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) gaben zuletzt noch moderat um 0,15 Prozent auf 4,77 Euro nach, und BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) dämpften ihre Abschläge auf minus 0,14 Prozent auf 5,09 Euro ein.

 

    Nach einer mehrtägigen Kursrally gaben die Autowerte in Paris wieder nach. PSA Peugeot Citroen (Peugeot) und Renault verloren jeweils zwei Prozent. Papiere der France Telecom (France Télécom) wurden ex Dividende gehandelt und gerieten daher nur optisch deutlich unter Druck.

 

    Für Papiere von Saint Gobain (Compagnie de Saint-Gobain), die am Vortag wegen der schwachen Prognose deutlich eingebrochen waren, erholten sich wieder und stiegen zuletzt um 0,65 Prozent auf 28 Euro. Der Baustoffkonzern rechnet im ersten Halbjahr mit einem Gewinnrückgang. Die Experten der Societe Generale senkten das Kursziel für den Titel von 45,00 auf 44,00 Euro, behielten aber ihre Kaufempfehlung bei.

 

    Größte Verlierer in London mit Abschlägen bis zu vier Prozent waren Minenwerte wie Rio Tinto und Vedanta . Die Aktien von Easyjet (easyJet) standen nach Verkehrszahlen mit knapp einem Prozent im Minus./tav/rum

 

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