12.01.2017 11:37
Bewerten
(0)

Aktien Europa: Wechselkurse und Pharmaaktien drücken auf die Stimmung

DRUCKEN

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Donnerstag nachgegeben. Der fortgesetzte Aufschwung der Industrieproduktion in der Eurozone im November fand nur wenig Beachtung. Stattdessen belastete das neuerliche Erstarken europäischer Währungen im Vergleich zum US-Dollar sowie Kursverluste bei Pharma- und Biotech-Papieren die Stimmung.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) sank am späten Vormittag um 0,34 Prozent auf 3296,77 Punkte. Für den französischen CAC-40 (CAC 40) ging es um 0,36 Prozent auf 4871,16 Zähler abwärts. In London stoppte der Rekordlauf des FTSE 100. Der wichtigste britische Index verlor zuletzt 0,22 Prozent auf 7274,75 Punkte. Zugleich musste für einen Euro und ein britisches Pfund wieder deutlich mehr in Dollar-Währung gezahlt werden, was den Absatz von Exportwaren aus dem Euroraum und Großbritannien erschweren kann.

Im europäischen Branchenvergleich gab es mit Ausnahme des Bankensektors, der um 0,07 Prozent zulegte, keine Gewinner. Die rote Laterne hielt die Pharmabranche mit einem Abschlag von 2,15 Prozent. Im Stoxx Europe 50 waren die Aktien von Roche, AstraZeneca, Novartis und Novo Nordisk die Schlusslichter mit Abschlägen zwischen 2,3 und 5,4 Prozent, während Shire mit minus 3,59 Prozent und Hikma Pharmaceuticals mit minus 2,99 Prozent die Nachhut im britischen "Foostie" bildeten.

In den USA waren Pharmawerte bereits am Vorabend unter Druck geraten, nachdem der künftige US-Präsident Donald Trump mit seiner Skepsis gegenüber der Branche den Eindruck erweckt hatte, er könnte die Medikamentenpreise deckeln. Die Anleger hatten, da dies im Wahlkampf eine Forderung der Demokraten gewesen war - bisher eher mit dem Gegenteil gerechnet.

Ebenfalls im Fokus standen in Europa Einzelhandelsaktien. Die Papiere des britischen Supermarktbetreibers Sainsbury (J Sainsbury) büßten nach Umsatzzahlen 1,42 Prozent ein und auch die Anteilsscheine des Konkurrenten Tesco verloren 2,39 Prozent. Tesco meldete zwar das stärkste Umsatzwachstum seit fünf Jahren, konnte damit aber die hohen Erwartungen dennoch nicht erfüllen. Dagegen sprangen die Papiere des Einzelhändlers Marks & Spencer (MarksSpencer) um 2,56 Prozent hoch, nachdem dieser mit seinen Umsatzzahlen die Erwartungen übertraf.

In der Schweiz schossen die Papiere der Luxusgüter-Hersteller Richemont um 7,55 Prozent nach oben und nahmen die Spitze des SMI ein. Die Kauffreude asiatischer Kunden und ein reges Interesse an seinen Schmuckmarken hatten Richemont ein erfreuliches Weihnachtsgeschäft beschert. Davon profitierten auch die Aktien des Uhrenherstellers Swatch (Swatch (I)), die um 3,71 Prozent zulegten.

Verluste gab es hingegen in der Medienbranche: Die TF1 Group aus Frankreich und Mediaset aus Italien steigen in das Online-Video-Geschäft von ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media SE) ein. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung beteiligt sich Mediaset an dem Multi-Channel-Netzwerk Studio 71 mit 5,5 Prozent und TF1 mit 6,1 Prozent. Während die Mediaset-Aktien um 3,21 Prozent nachgaben, sanken die von TF1 um 0,66 Prozent./ck/fbr

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX beendet Handelstag stabil -- Dow Jones schließt fester -- Delivery Hero-Aktie nach Analyse auf Rekordhoch -- BASF kauft Polyamidgeschäft von Solvay -- Tesla, Apple, Deutsche Telekom im Fokus

Heidelcement kauft Zement- und Betongeschäft von Cementir Italia. Siltronic-Aktie erklimmt Rekordhoch. Linde schließt Absenkung der Annahmequote für Praxair-Fusion nicht aus. JPMorgan-Chef rechnet mit dem Bitcoin ab - dann steigt die Bank ein. So viel muss man für den Porsche Mission E auf den Tisch legen. RWE-Aktie nach Abstufung erneut schwächer.

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Bitcoin Group SEA1TNV9
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
EVOTEC AG566480
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Nordex AGA0D655
GeelyA0CACX