FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag fest in den Handel starten. Marktexperten rechnen am letzten Handelstag vor den Weihnachtsfeiertagen mit einem eher ruhigen Handelsverlauf. Der X-Dax (
DAX) als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex (
DAX) stand gegen 8.05 Uhr bei 5.917 Punkten und damit 1,11 Prozent höher. Die Vorgaben aus den USA sind positiv: Der Future auf den Dow-Jones-Index (
Dow Jones) legte seit dem deutschen Handelsschluss am Vortag um 0,80 Prozent zu. Auch in Asien endeten die Indizes mehrheitlich im Plus.
Die positiv aufgenommenen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hatten bereits am Donnerstag die Kurse gestützt. Es sei ermutigend, dass die US-Wirtschaft sich bessere, hieß es am Markt. An Daten erwarten die Anleger am Freitag einige Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA. In Großbritannien schließt der Börsenhandel an diesem Freitag um 13.30 Uhr.
US-BEHÖRDEN GENEHMIGEN BÖRSEN-FUSION
Auf Unternehmensseite sorgten die Aktien der Deutschen Börse für Gesprächsstoff. Das US-Justizministerium hatte am Donnerstagabend die geplante Fusion mit der NYSE Euronext (NYSE Group)unter Auflagen genehmigt. Voraussetzung war allerdings, dass die Deutsche Börse ihre mittelbare Beteiligung von 31,5 Prozent am US-Handelsplatz Direct Edge abgibt. Ein Händler sprach am Morgen davon, dass die Genehmigung erwartet worden sei. Dennoch seien die Nachrichten leicht positiv und könnten die Aktie stützen. Nun hänge das Wohl und Wehe des Zusammenschlusses von der EU-Kommission ab. Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) kletterten die Papiere zuletzt um mehr als ein Prozent.
Die Aktien von Eon zeigten sich bei L&S mit einem Kursplus von etwa einem Prozent ebenfalls freundlich. Damit hat die Niederlage im Rennen um einen Einstieg beim portugiesischen Stromriesen EDP zunächst keinen Einfluss auf den Kurs. Der chinesische Wasserkraft-Erzeuger Three Gorges wird mit einem Kapitalanteil von 21,35 Prozent in Zukunft Hauptaktionär von EDP. Mit rund 2,7 Milliarden Euro hatten die Chinesen das höchste Gebot abgegeben. Ein Händler betonte, das Aus für den deutschen Versorger habe die Aktien bislang nicht bewegt./edh/rum