FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem wichtigen
US-Arbeitsmarktbericht wird der
Dax (
DAX) am Freitag im Plus erwartet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator deutet für den deutschen Leitindex einen um 0,26 Prozent festeren Beginn an. Nach zwei Verlusttagen ist die Wochenbilanz trotz zwischenzeitlichem Fünfjahreshoch negativ mit rund einem Prozent Minus.
Chancen auf eine Erholung bieten die US-Daten: "Im Mittelpunkt des heutigen Tages steht zweifelsohne der Arbeitsmarktbericht, denn an der Arbeitslosigkeit orientiert sich die Geldpolitik der US-Notenbank", schrieben die Experten der Helaba in ihrem Tagesausblick. "Die Vorgaben sind freundlich, denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe haben sich im Trend reduziert und der ADP-Beschäftigungsreport beeindruckte den zweiten Monat in Folge mit einem deutlichen Anstieg. Vor diesem Hintergrund wird die moderate Erholung des Arbeitsmarktes wohl fortschreiten." Volkswirte rechnen mit 165.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent.
PORSCHE MIT POSITIVEN NACHRICHTEN AUS USA
Vorbörslich waren Infineon (Infineon Technologies) mit plus 1,58 Prozent bei Lang & Schwarz (L&S) bester Dax-Wert. Die Halbleitertitel knüpften nach positiven Analystenreaktionen an ihre Stärke nach der Bilanzvorlage vom Vortag an. Deutlichere Abschläge verzeichneten einzig Commerzbank-Papiere (Commerzbank) mit minus 0,34 Prozent.
Für Porsche ging es abseits der großen Indizes bei L&S um 3,74 Prozent nach oben. Der Autobauer hat sich mit den Hedgefonds geeinigt, alle Verfahren vor dem New York State Supreme Court zu schließen. Stattdessen könnten die milliardenschweren Forderungen gegen die Porsche SE nach der Übernahmeschlacht mit VW (Volkswagen St (VW)) bald deutsche Gerichte beschäftigen. Ein Börsianer hält dies für "eindeutig positiv". Ein Berufungsgericht hatte Ende Dezember entschieden, dass New York nicht der richtige Gerichtsstand für die Beurteilung der Ansprüche ist, Rechtsmittel jedoch offen gelassen.
ERSTNOTIZ VON IMMOBILIENUNTERNEHMEN LEG
Das Immobilienunternehmen LEG startet mit einem Emissionspreis in der Mitte der anvisierten Spanne an die Börse. Der Bruttoemissionserlös liege einschließlich der Mehrzuteilungsoption bei rund 1,3 Milliarden Euro, hatte das Unternehmen am Vorabend mitgeteilt. Knapp 30,5 Millionen Anteilscheine gingen so zu einem Stückpreis von 44 Euro über den Ladentisch. Die Preisspanne hatte bei 41 bis 47 Euro gelegen./ag/rum