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16.03.2011 08:20

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Aktien Frankfurt Ausblick: Knappes Plus - Stabilisierung möglich

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach dem Kursrutsch der vergangenen Tage am Mittwoch moderat fester in den Handel starten. Obwohl die Lage im japanischen Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima vollkommen außer Kontrolle scheint, signalisieren die Börsen in Tokio und New York etwas Entspannung. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax (DAX) stand gegen 8.15 Uhr bei 6.680 Punkten und damit 0,48 Prozent über dem Xetra-Vortagsschluss. Zeitweise hatten die Schreckensmeldungen aus Japan und die immer größer werdende Angst vor einer atomaren Katastrophe den deutschen Leitindex am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Oktober 2010 gedrückt.

 

    Der Nikkei-225 (Nikkei 225) schloss am Morgen 5,68 Prozent höher, nachdem der japanische Leitindex am Vortag wegen panischer Verkäufe zeitweise mehr als 14 Prozent verloren hatte. Die Wall Street hatte sich indes weiter stabil gezeigt, und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) gewann 0,30 Prozent seit dem Xetra-Dax-Schluss am Vortag. Die Aktienmärkte dürften mit Blick auf weitere Nachrichten vom Atomkraftwerk Fukushima sehr schwankungsfreudig bleiben, sagte Händler Peter Stanhope von IG Markets. Daneben dürften einige Unternehmensbilanzen sowie am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA in den Fokus rücken.

 

NEUE KLAGEN GEGEN PORSCHE - WACKER CHEMIE ERHÖHT DIVIDENDE

 

    Porsche steht mit weiteren Klagen in den USA, die Berichten zufolge von den Hedgefonds Greenlight Capital und Tiger Global eingereicht worden sein sollen, im Blick. Dies drückt laut Börsianern auf die Stimmung. Ein Börsianer sagte: "Die Milliardenklagen gefährden wegen der schwelenden Unsicherheit die geplante Kapitalerhöhung und die Fusion mit Volkswagen (VW) und entsprechend reagieren die Aktien immer negativ auf schlechte Nachrichten zu diesem Thema". Beim Broker Lang & Schwarz ging es für die Titel um 0,3 Prozent nach unten.

 

    Unterdessen will Wacker Chemie die Dividende nach dem Rekordjahr 2010 kräftig aufstocken und ist zuversichtlich für das laufende Jahr. Die Aktionäre des Halbleiter-Zulieferers und Chemiekonzerns sollen mit 3,20 Euro je Aktie eine im Vergleich zum Vorjahr um zwei Euro höhere Dividende erhalten. Dies stieß bei Börsianern auf Beifall. Die endgültigen Zahlen für das vergangene Jahr enthielten indes keine großen Überraschungen, hieß es weiter.

 

KAPITALERHÖHUNG VON GILDEMEISTER KEINE ÜBERRASCHUNG

 

    Die Aktien von Gildemeister (GILDEMEISTER) dürften trotz der Ankündigung von zwei Kapitalerhöhungen zulegen. Händler verwiesen darauf, dass die Maßnahmen bereits seit Monaten bekannt und deshalb keine Überraschung mehr sind. Nachdem die Papiere des Werkzeugmaschinenherstellers am Dienstag unter Druck gestanden hätten, sei nun eine positive Kursreaktion zu erwarten. Der japanische Partner Mori Seiki, der über die komplette Zeichnung von 4,6 Millionen neuen Aktien seine Beteiligung ausbaut, zahle für die Papiere einen Aufschlag, betonte ein Börsianer. Darüber hinaus beabsichtigt Gildemeister in Abhängigkeit vom Kapitalmarktumfeld zeitnah eine weitere Kapitalerhöhung, an der sich Mori Seiki ebenfalls beteiligen wird. Bei der zweiten Maßnahme ist aber das Bezugsrecht der Aktionäre nicht ausgeschlossen.

 

    Die Aktien von Adva Optical Networking (ADVA) sollten Marktteilnehmer ebenfalls im Blick behalten. Händler verwiesen auf ein Interview mit Konzernchef Brian Protiva, in dem er dem "Deutschen Anleger Fernsehen DAF" sagte, sein Unternehmen könnte vom Partner Juniper Networks übernommen werden oder mit ihm fusionieren. Das Potenzial der Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen könnte so groß werden, dass sie sich eines Tages zu einer Fusion entschließen würden, zitierten die Börsianer aus dem Interview. "Das wird die Übernahmespekulationen auf jeden Fall anheizen", kommentierte ein Händler. Zudem habe sich Protiva positiv über die mittelfristigen Ziele für die EBIT-Marge geäußert, was ebenfalls stützen sollte, auch wenn diese schwer erreichbar erschienen.

 

MORPHOSYS KOOPERIERT MIT BOEHRINGER INGELHEIM

 

    Unterdessen teilte das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys (MorphoSys) mit, es wolle gemeinsam mit Deutschlands zweitgrößtem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim Antikörper entwickeln. Die Zusammenarbeit beinhalte die Prozessentwicklung und Herstellung von klinischem Material für Morphosys firmeneigenes Entwicklungsprogramm MOR208 sowie andere Wirkstoffkandidaten./gl /rum

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