25.01.2013 12:03
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Aktien Frankfurt: Dax auf Fünfjahreshoch - Konjunkturperspektiven aufgehellt

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Positive Konjunktursignale haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag einen Schub verliehen. Den Ifo-Geschäftsklimaindex habe der Markt allerdings bereits kurz vor der Veröffentlichung mit einem kräftigen Anstieg vorweggenommen, hieß es aus dem Handel. Der deutsche Leitindex eroberte ein neues Fünfjahreshoch und kletterte bis zum Mittag um 1,12 Prozent auf 7.834,83 Punkte. Der MDAX (MDAX) gewann 0,08 Prozent auf 12.685,82 Punkte, und der TecDax (TecDAX) rückte um 0,24 Prozent auf 890,55 Punkte vor.

 

    Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellte sich im Januar zum dritten Mal in Folge - und zudem deutlicher als erwartet - auf. Dass nach den überraschend guten ZEW- und Einkaufsmanagerdaten nun auch der Ifo-Index die Prognosen übertroffen habe, zeige deutlich eine Konjunkturverbesserung in Europas größter Volkswirtschaft, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets.

 

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN - BAYER SEHR FEST, K+S SCHWACH

 

    Bester Dax-Wert waren die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer . Sie verteuerten sich um 4,10 Prozent, nachdem Merrill Lynch sie auf ihre Empfehlungsliste "Europe 1" gesetzt hatte. Schwach zeigten sich hingegen K+S, die nach einer Abstufung auf "Underweight" durch Morgan Stanley 1,10 Prozent verloren.

 

    Im MDax zogen Gildemeister (GILDEMEISTER) um 3,53 Prozent an. Einem Händler zufolge lockt das Hoch seit August 2008 Käufer an. Salzgitter verloren nach gleich zwei verhaltenen Analystenkommentaren 2,63 Prozent. Vor allem eine Studie der UBS wurde negativ aufgenommen: Nach Meinung des Analysten Carsten Riek unterschätzt der Markt die Gewinnrisiken des Stahlkonzerns. Der Experte stufte die Papiere auf "Sell" ab. Die Anteilsscheine des Rüstungskonzern (Rheinmetall) sanken um 1,39 Prozent. Händlern zufolge belaste ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zur Kürzung des deutschen Wehretats.

 

SOLARWORLD BRECHEN EIN - SORGEN UM SCHULDENSCHNITT

 

    Wacker Chemie (Wacker Chemie) rutschten um 2,41 Prozent ab. Neben einem Analystenkommentar belaste vor allem die negative Stimmung gegenüber Solarwerten, sagten Börsianer. Diese schlechte Stimmung löste Solarworld (SolarWorld) aus. Die Krise der Solarbranche bringt das Unternehmen finanziell immer stärker in Bedrängnis. Am Markt wird nun mit einem Schuldenschnitt gerechnet. Zuletzt brachen die Solarworld-Papiere um 27,49 Prozent ein. Im Schlepptau sanken SMA Solar (SMA Solar Technology) entgegen dem positiven Markttrend um 2,08 Prozent./mis/ag

 

    --- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

 

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