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17.05.2012 15:00

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Aktien Frankfurt: Dax belastet von Sorgen um Griechenland und Spanien

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um Griechenlands Verbleib in der Eurozone, Gerüchte über eine Ratingabstufung spanischer Banken sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax (DAX) am Donnerstag zugesetzt. Der deutsche Leitindex beschleunigte im relativ umsatzarmen Feiertagshandel seine am Montag begonnene Talfahrt und fiel bis kurzzeitig auf 6.301 Punkte. Am Nachmittag stand er dann mit 0,65 Prozent im Minus bei 6.342,96 Punkten. Der MDAX (MDAX) verlor 0,67 Prozent auf 10.261,91 Punkte. Der TecDax (TecDAX) verlor 0,05 Prozent auf 759,80 Punkte.

 

    Bevor schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt die Stimmung zusätzlich drückten, kursierten Gerüchte, dass die Ratingagentur Moody's die spanischen Banken abstufen könnte. "Nachdem die italienischen Banken von Moody's vor wenigen Tagen herabgestuft wurden, wäre es keine Überraschung, wenn die spanischen heute oder in den nächsten Tagen dran wären", sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Er sprach von einer insgesamt "sehr negativen Marktstimmung". Die geringen Volumina würden die Bewegung nach unten zudem noch verstärken. "Was dem Markt aber vor allem kräftig zusetzt, ist die Ungewissheit bis wohl mindestens zum 17. Juni, wenn die nächsten Wahlen in Griechenland stattfinden."

 

    Am Vormittag noch hatte eine wichtige spanische Anleihe-Auktion die wenigen Marktteilnehmer in Atem gehalten. Die Staatsanleihen waren zwar stark gefragt, doch ziehen die Zinsen, die Madrid bieten muss, immer weiter an. Die Auktion sei als Indikator für eine befürchtete Ansteckungsgefahr gesehen worden, hieß es am Markt.

 

BANKENWERTE ERNEUT SEHR SCHWACH

 

    Der europäische Bankenwerte-Sektor zählte erneut zu den schwächsten in Europa. In Deutschland gaben die Titel der Commerzbank um knapp ein Prozent nach und die der Deutschen Bank (Deutsche Bank) sogar um knapp drei Prozent.

 

    Die Aktien der Deutschen Börse (Deutsche Boerse) zeigten sich vor allem wegen des Dividendenabschlags von 3,30 Euro tief im Minus, ebenso notierten die BMW-Aktien (BMW) wegen des Dividendenabschlags von 2,30 Euro optisch schwach.

 

    MAN (MAN) hingegen legten nach einer Hochstufung durch die WestLB um 0,98 Prozent auf 81,79 Euro zu. Die WestLB hob ihr Anlageurteil nach der im Vergleich zum Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung der Aktie im letzten Monat von "Reduce" auf "Neutral" an.

 

AIXTRON TROTZ DIVIDENDENABSCHLAG GEFRAGT

 

    Die Aktien von Aixtron zogen trotz des Dividendenabschlags von 0,25 Euro je Aktie an die TecDax-Spitze und legten um mehr als drei Prozent zu. Den Vormittag über hatten bereits Berichte gestützt, wonach China neue Subventionen für die Konsumelektronik- und Automobilindustrie angekündigt haben soll. Die Hoffnung auf einen Nachfrage-Schub gab daher Auftrieb. Dann sorgte laut Händlern ein Gerücht für zusätzliche Unterstützung: Demnach denkt der niederländische Philips-Konzern (Philips Electronics) über ein Gebot für das TecDax-Unternehmen nach. Allerdings mahnten zahlreiche Händler zur Vorsicht: "An einem ruhigen Tag wie diesem werden solche Gerüchte gerne mal hochgekocht."/ck/la

 

    --- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

 

 

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