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07.06.2011 12:17

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Aktien Frankfurt: Dax etwas erholt - Schäppchenjäger, Warten auf US-Eröffnung

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX) hat am Dienstag einen Erholungsversuch gestartet. Am Markt wurde auf Schnäppchenjäger verwiesen, die das günstige Kursniveau zum Einstieg nutzten. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,38 Prozent auf 7.111,81 Punkte. Der MDAX (MDAX) der mittelgroßen Werte legte 0,10 Prozent auf 10.670,34 Punkte zu und der TecDax (TecDAX) gewann 0,22 Prozent auf 900,39 Punkte.

 

    Thilo Müller von MB Fund Advisory begründete die moderaten Kursgewinne mit einer Erholungsbewegung, nachdem die Sorgen um die US-Wirtschaft und die Debatte um Griechenland dem Markt ordentlich zugesetzt haben. "Ablesbar ist dies insbesondere an den festen Versorgertiteln", so der Experte. Allerdings sind sich Börsianer einig, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung und das Thema Griechenland den Markt weiterhin noch ein Stück weit begleiten werden. Angesichts einer dünn besetzten Agenda könnte erneut der Auftakt im US-Handel wegweisend werden.

 

ANLEGER GREIFEN BEI VERSORGERN ZU

 

    Zu den Gewinnern zählten vor allem die Versorgertitel, die zuletzt wegen der Atomdebatte zu den größten Verlierern am Aktienmarkt gehörten. Eon stiegen um 2,61 Prozent auf 18,90 Euro und profitierten dabei von positiven Analystenkommentaren. Die Schweizer Großbank UBS hat die Papiere auf die "Key Call List" genommen und zudem gab es eine Hochstufung des Analysehauses Kepler. RWE dagegen will sich Kreisen zufolge gegen den Atom-Abschaltplan der Bundesregierung wehren. Die Titel stiegen um 1,83 Prozent auf 38,575 Euro.

 

    Ein positiver Analystenkommentar verhalf auch den Aktien von ThyssenKrupp ins Plus. Sie stiegen um 2,15 Prozent auf 33,565 Euro. Händler verwiesen auf eine optimistische Studie mit einem sehr hohen Kursziel, die die Fantasie für das Papier des Stahlherstellers weiter anheize. Analyst Alexander Haissl von Cheuvreux rechnet mit einer beschleunigten Neubewertung der Aktien und hob sein Ziel von 50 auf 60 Euro an.

 

LUFTHANSA WEITER UNTER DRUCK - ANALYSTENSTIMMEN BEWEGEN AUCH IM MDAX

 

    Verluste gab es indes bei den Lufthansa-Papieren (Deutsche Lufthansa). Sie knüpften mit einem Minus von 1,20 Prozent auf 14,36 Euro an ihre Kursschwäche seit Anfang Juni an. Laut Händlern bleibe die Stimmung zum Sektor gedrückt, nachdem der Weltluftfahrtverband IATA am Vortag die Gewinnprognosen für die Fluggesellschaften gesenkt hatte. Ein Börsianer verwies zudem darauf, dass Sektoraktien am Montag auch in den USA sehr schwach abgeschnitten und damit für negative Vorgaben gesorgt hätten.

 

    Im MDax machten sich ebenfalls Analystenstimmen positiv bemerkbar. Sky Deutschland verteuerten sich nach einer Hochstufung von Goldman Sachs um 3,43 Prozent auf 3,378 Euro. Der Fernsehsender habe die Kehrtwende geschafft, begründete Analyst Richard Jones seine neue Einschätzung. Zudem stehe Sky inzwischen finanziell auf stabileren Füßen. Nach einer Hochstufung der Berenberg-Analysten lagen die Praktiker-Titel (Praktiker Bau- und Heimwerkermaerkte) an der Spitze des Index mittelgroßer Werte. Sie schnellten um 5,50 Prozent auf 6,235 Euro hoch.

 

BAYWA LEGEN ZU - INDEXÄNDERUNGEN IM SDAX

 

    Ferner zählten Aktien von Baywa (BayWa) mit einem Aufschlag von 1,37 Prozent auf 28,83 Euro zu den besseren Werten im MDax. Europas größter Agrarhändler steigt in das britische Großhandelsgeschäft für Solartechnik ein. Diese Nachricht habe dem Aktienkurs zwar etwas geholfen, meinte ein Händler. Dennoch bleibe das Chartbild so lange angeschlagen, bis die Titel wieder die Lücke zu der Marke von 30,00 Euro geschlossen hätten. Bis dahin aber sei es noch ein weiter Weg.

 

    Aus dem SDax kamen die Aktien der Homag Group wegen des überraschenden Abstiegs aus dem Index der Kleinwerte mit 1,32 Prozent unter Druck. Im Gegensatz zu den ebenfalls ausscheidenden Papieren von Colonia Real Estate war am Markt zuvor nicht mit einem Abschied der Aktien des Maschinenbauers gerechnet worden. Die nachrückenden Aktien der Norma Group und von GSW Immobilien zeigten sich derweil uneinheitlich. Norma lagen mit 0,94 Prozent im Plus, GSW gaben jedoch um 0,40 Prozent nach. Die Änderungen werden zum 20. Juni wirksam. Im Dax, MDax und TecDax gibt es derweil keine Änderungen./tih/rum

 

    --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

 

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