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14.12.2012 15:09

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Aktien Frankfurt: Dax gibt Gewinne ab - Warten auf US-Daten

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Kurz vor wichtigen US-Daten hat der Dax (DAX) am Freitag seine moderaten Gewinne abgegeben. Am frühen Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,10 Prozent tiefer bei 7.574,65 Punkten. Zuvor hatten noch gute Konjunkturdaten aus China und der Eurozone nach dem Vortages-Rücksetzer für Auftrieb gesorgt. Auf Wochensicht steht der Dax indes immer noch 0,76 Prozent im Plus - bleibt es dabei, würde er die vierte Gewinnwoche in Folge verbuchen, die ihn zwischenzeitlich sogar auf den höchsten Stand seit Anfang 2008 geführt hatte. Der MDAX (MDAX) gewann zuletzt noch 0,09 Prozent auf 11.934,34 Punkte, während der TecDax (TecDAX) um 0,16 Prozent auf 831,94 Punkte nachgab.

 

    Gestiegene Einkaufsmanagerindizes aus China und der Eurozone hatten zuvor laut Börsianern die Stimmung am Markt beflügelt und die Sorgen über den anhaltenden US-Haushaltsstreit in den Hintergrund gedrängt. Allerdings dürften Verbraucherpreise und Industrieproduktionsdaten aus den USA darüber entscheiden, ob der Dax die gute Anfangstendenz ins Wochenende mitnehme, hatte Sarah Brylewski von Gekko Global Markets bereits am Morgen gewarnt.

 

URTEIL BELASTET DEUTSCHE BANK - VERKAUFSPLÄNE HELFEN FRESENIUS

 

    Die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) setzten mit einem Minus von gut zweieinhalb Prozent am Dax-Ende ihren Abwärtstrend fort. Das Institut erlitt im Ringen mit den Kirch-Erben eine herbe Niederlage: Das Oberlandesgericht München verurteilte das Geldhaus zu Schadenersatz für Verluste in Folge der Pleite des Kirch-Imperiums 2002. Die Höhe ließen die Richter allerdings offen. Bereits am Donnerstag hatte die Aktie nach den jüngsten, negativen Aussagen zur Gewinnentwicklung deutlich unter Druck gestanden.

 

    Die Fresenius-Aktien (Fresenius SECo) reagierten mit einem Plus von einem Prozent auf den geplanten Verkauf der Biotech-Tochter. Der Medizinkonzern führt derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. Zudem hat Fresenius nach dem Abschluss der Fenwal-Übernahme den Ausblick für seine Infusions- und Generikasparte Kabi bekräftigt.

 

AUTOWERTE LEGEN TROTZ SCHWACHER ACEA-ZAHLEN ZU

 

    Die Autoaktien zeigten sich unbeeindruckt von schwachen Zulassungszahlen. Daimler verteuerten sich um fast zwei Prozent. Dahinter ging es für BMW und die Volkswagen-Vorzüge (Volkswagen vz) um mehr als ein beziehungsweise knapp ein halbes Prozent hoch. Nach Angaben des Branchenverbands ACEA waren die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union im November um 10,3 Prozent und damit den vierzehnten Monat in Folge gesunken. Equinet-Analyst Tim Schuldt räumte zwar schwache Zahlen ein, betonte aber, dass die Abwärtsdynamik nachgelassen habe.

 

    Den Aktien von ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) bescherte der Verkauf des Skandinaviengeschäfts an Discovery Communications einen Kurssprung bis auf 24,930 - zuletzt stand aber nur noch ein Plus von gut anderthalb Prozent auf 23,605 Euro zu Buche. Der US-Medienkonzern bewertet die Geschäftsaktivitäten mit einem Unternehmenswert von rund 1,3 Milliarden Euro. Bei einer erfolgreichen Umsetzung der Transaktion plant ProSieben, eine Dividende von etwa 5,60 Euro je Aktie auszuschütten. Zudem sollen die Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt werden. Ein Händler sah den Verkaufspreis leicht über den Erwartungen. Auch die vorgesehene Dividende falle höher aus als prognostiziert, und insbesondere den angelsächsischen Anlegern dürfte die geplante Aktien-Umwandlung gefallen./gl/mis

 

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 

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