17.01.2013 12:01
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Aktien Frankfurt: Dax gibt vor Zahlen und Daten aus USA moderat nach

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX) hat am Donnerstag vor Unternehmenszahlen und Daten aus den USA moderate Verluste verzeichnet. Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,24 Prozent tiefer bei 7.672,52 Punkten. Bereits zur Wochenmitte hatte er etwas niedriger eröffnet, es dann aber im späten Handel noch in die Gewinnzone geschafft. Besser als der Dax schlugen sich am Donnerstag die anderen Indizes: Der MDAX (MDAX) stieg um 0,57 Prozent auf 12.385,17 Punkte, während der TecDax (TecDAX) um 0,14 Prozent auf 864,02 Punkte zulegte.

 

    Analyst Christian Schmidt von der Helaba sieht die Börsen derzeit auf Richtungssuche. Seit seinem Fünfjahreshoch zum Jahresbeginn hat der Dax per saldo über ein Prozent abgegeben. Dass sich Spanien und Frankreich über die Versteigerung von Staatsanleihen erneut frisches Geld zu günstigen Konditionen besorgen konnten, half dem Leitindex am Donnerstag nicht. Das galt auch für die Geldmarktpapiere Irlands.

 

    Von Händlern hieß es, dass die US-Berichtssaison am Vortag mit Zahlen von zwei Großbanken recht positiv fortgesetzt worden sei, habe die Stimmung nicht wirklich aufhellen können. Spannend sei nun der vergleichende Blick auf die deutschen Banken, sagte Analystin Katrin Ehling von X-Trade Brokers. Am Nachmittag berichten zwei weitere US-Schwergewichte über die jüngste Geschäftsentwicklung. Zudem stehen amerikanische Konjunkturdaten wie etwa Zahlen zum Häusermarkt und der Philly Fed Index auf der Agenda.

 

THYSSENKRUPP SEHR FEST: OFFERTEN FÜR STEEL AMERICAS

 

    Für die ThyssenKrupp-Titel (ThyssenKrupp) ging es nach einem Bericht über milliardenschwere Angebote für Steel Americas um knapp zwei Prozent nach oben. Das bedeutete den Spitzenplatz im Dax. Der weltweit größte Stahlkonzern ArcelorMittal bietet laut "Wall Street Journal" (WSJ) 1,5 Milliarden US-Dollar für das Thyssen-Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama. Auch der brasilianische Konzern Siderurgica Nacional habe eine Offerte für das US-Werk sowie für einen Mehrheitsanteil am ThyssenKrupp-Werk in Brasilien abgegeben. Analysten werteten die Nachricht positiv, wiesen aber darauf hin, dass die Offerten eher am unteren Ende der Erwartungen lägen.

 

    Die Papiere der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) stemmten sich gegen den schwächelnden Dax-Trend, notierten zuletzt aber fast unverändert. Als Kursstütze sahen Börsianer weniger den angekündigten Stellenabbau, sondern die traditionelle Stärke der defensiven Telekomtitel in einem schwächelnden Marktumfeld sowie Übernahmefantasien. Laut WSJ ist der US-Telekomkonzern AT&T auf der Suche nach Zukaufmöglichkeiten im europäischen Mobilfunkmarkt. Als mögliche Ziele nennt der Bericht den niederländischen Branchenvertreter KPN (Koninklijke KPN) und Everything Everywhere, ein Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Telekom und France Telecom (France Télécom). Die KPN-Papiere gewannen zuletzt über dreieinhalb Prozent und France Telecom verteuerten sich um anderthalb Prozent.

 

BANKEN SCHWÄCHELN VOR ZAHLEN DER US-KONKURRENZ

 

    Die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) sowie der Commerzbank gaben um 0,49 beziehungsweise 0,18 Prozent nach. Am Vortag hatten die Branchenwerte nur wenig von guten Zahlen der US-Konkurrenten Goldman Sachs und JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) profitieren können. Nun bleibt abzuwarten, was für Impulse die am späten Mittag anstehenden Geschäftsberichte der Bank of America und der Citigroup bringen. Einem "Handelsblatt"-Bericht, wonach die Umsetzung der Basel-III-Kapitalanforderungen noch weiter verschoben werden könnte, räumten Börsianer keinen Kurseinfluss ein. Wichtiger sei, dass die Chefs der Notenbanken sich jüngst auf eine Entschärfung der Liquiditätserfordernisse verständigt hätten./gl/rum

 

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 

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Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär aus dem Reich der Mitte: Der chinesische Mischkonzern HNA Group ist mit gut 3 Prozent bei den Frankfurtern eingestiegen, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Freitag hervorgeht.
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06.02.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
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