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14.01.2013 14:44

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Aktien Frankfurt: Dax nimmt Fünfjahreshoch ins Visier

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX) hat am Montag sein jüngstes Fünfjahreshoch ins Visier genommen. Dank der Hoffnung auf eine gute US-Berichtssaison und positiver Konjunktursignale aus Asien fehlten dem deutschen Leitindex zeitweise nur vier Punkte zu den 7.789,94 Punkten, die ihm zum Jahresauftakt den höchsten Stand seit Anfang 2008 beschert hatten. Von diesem Niveau fiel er allerdings schnell wieder etwas zurück: Am Nachmittag notierte der Dax noch 0,46 Prozent im Plus bei 7.751,27 Punkten. Der MDAX (MDAX) gewann zum Wochenauftakt 0,09 Prozent auf 12 346,63 Punkte und der TecDax (TecDAX) legte um 0,11 Prozent auf 874,60 Punkte zu.

 

    "Nach dem Urlaub sind nun alle Marktteilnehmer wieder da", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Fundamentale Kurstreiber sieht er in der jüngst gut gestarteten US-Berichtssaison und starken deutschen Auto-Absatzzahlen in den USA und Asien. Zudem beruhige die EZB mit ihrer Geldpolitik die Euro-Schuldenkrise und weltweit hellten sich die Konjunkturdaten auf. Andere Börsianer betonten die niedrigen Erwartungen für die amerikanischen Unternehmenszahlen, was positives Überraschungspotenzial berge. Ökonom Thomas Gitzel von der VP-Bank hob das jüngst bekannt gegebene Konjunkturpaket der japanischen Regierung und die wirtschaftliche Erholung in China hervor. Dies nähre "Hoffnungen, dass die asiatisch-pazifische Region zum Nukleus einer globalen wirtschaftlichen Erholung wird".

 

MUNICH RE UND FMC PROFITIEREN VON HOCHSTUFUNGEN

 

    Im Dax sorgten vor allem Analystenkommentare für Bewegung. Eine Hochstufung durch Barclays verhalf dem Versicherungskonzern Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) als einem der Favoriten der Anleger zu Kursgewinnen von knapp anderthalb Prozent. Die Aktie sei ein qualitativ guter und defensiver Titel, schrieb Analyst Andy Broadfield. Zudem sei die Bilanz solide und die Dividende nachhaltig. Außerdem hob die Schweizer Credit Suisse das Kursziel an. Die Aktien von FMC (Fresenius Medical Care) gewannen fast zwei Prozent. Berenberg hatte die Titel des Dialysespezialisten mit Verweis auf den jüngsten Kursrückgang als Kaufgelegenheit empfohlen. Beim Chemiekonzern BASF sorgten mehrere Kurszielanhebungen für ein Plus von über einem Prozent.

 

    Erfreulich fiel die anfänglich durchwachsene Entwicklung im Autosektor aus. Die Volkswagen-Vorzüge (Volkswagen vz) verteuerten sich um mehr als ein Prozent. Laut Börsianern sind die Unternehmensaussagen zur Absatzentwicklung positiv für die Stimmung der Anleger. Die Titel der Konkurrenten BMW und Daimler , die anfänglich unter einer Abstufung der US-Bank Merrill Lynch gelitten hatten, schafften letztlich dennoch Kursgewinne von 0,85 beziehungsweise 0,33 Prozent. Die Aktien des Autozulieferers Continental notierten indes nach Eckdaten für das vergangene Jahr über ein halbes Prozent im Minus. Die Zahlen sowie die Unternehmensziele hätten die Erwartungen insgesamt erfüllt, sagte Equinet-Analyst Tim Schuldt.

 

SKY DEUTSCHLAND LEGEN ZU - MURDOCH ÜBERNIMMT MEHRHEIT

 

    Im MDax verteuerten sich die Papiere von Sky Deutschland nach anfangs höheren Aufschlägen um gut ein Prozent. Medienmilliardär Rupert Murdoch erwirbt fünf Jahre nach seinem Einstieg nun auch die Mehrheit des Bezahlsenders. Zwar habe Sky eine Kapitalerhöhung angekündigt, doch seien die vorläufigen Zahlen für das Schlussquartal 2012 überraschend gut ausgefallen, sagte ein Börsianer. Zudem seien in den kommenden Quartalen weitere positive Überraschungen bei den Gewinnen möglich. Das defizitäre Unternehmen sichert sich außerdem Bankkredite über 300 Millionen Euro und stellt damit die langfristige Finanzierung sicher.

 

    Die Aktien von Dialog Semiconductor knüpften mit einem Minus von fast fünf Prozent an ihre Verluste vom Freitag an und waren abgeschlagenes Schlusslicht im TecDax. Hier belasteten Beobachtern zufolge Berichte über geringere LCD-Display-Bestellungen von Apple für das iPhone 5, für das die Nachfrage derzeit schwach sei. Börsianer sprachen von weiteren Gewinnmitnahmen - am Donnerstag war die Aktie zeitweise noch auf den höchsten Stand seit Ende Oktober geklettert. Für die schon zuletzt schwankungsanfälligen Papiere von Solarworld (SolarWorld) ging es nach Medienberichten über Kurzarbeit am sächsischen Standort Freiberg nur anfangs deutlich bergab - dann drehten sie ins Plus und gewannen zuletzt zweieinhalb Prozent./gl/tih

 

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 

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